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Wie ich arbeite – und was eine Website langfristig tragfähig macht

Wenn ich ein Projekt übernehme, baue ich keine digitale Visitenkarte, die zwei Jahre gut aussieht und dann ersetzt werden muss. Ich baue eine Grundlage, die trägt. Eine Website ist für mich kein Poster, sondern Infrastruktur. Und Infrastruktur erkennt man nicht daran, dass sie laut ist, sondern daran, dass sie zuverlässig funktioniert – über Jahre hinweg.

Natürlich spielt Gestaltung eine Rolle. Typografie, Bildsprache, Struktur, Klarheit – all das ist wichtig. Aber Design ist für mich nicht Dekoration, sondern Ausdruck einer durchdachten Architektur. Eine Website muss nicht nur gut aussehen, sie muss stabil bleiben, erweiterbar sein und sich an neue Anforderungen anpassen lassen.

Wie ich arbeite – und was eine Website langfristig tragfähig macht

Langfristigkeit ist kein Zufall

Einige meiner ältesten Kunden arbeiten seit über zwanzig Jahren mit mir zusammen. Ihre Websites haben in dieser Zeit mehrere Redesigns erlebt, strukturelle Erweiterungen, inhaltliche Neuausrichtungen und technische Updates. Systeme wurden modernisiert, Architekturen weiterentwickelt, einmal sogar vollständig von WordPress auf ExpressionEngine umgestellt – ohne nennenswerte Ausfälle, ohne Chaos, ohne „Jetzt müssen wir alles neu machen“-Momente. Das ist kein Zufall. Das ist das Ergebnis vorausschauender Entscheidungen.

Ein Beispiel: Bereits 2011 hat sich ein Kunde bewusst für ExpressionEngine entschieden – und damals schon für eine responsive Umsetzung. Das war zu einer Zeit, als „responsive“ noch kein selbstverständlicher Standard war. Die technische Grundlage wurde so aufgebaut, dass Inhalte klar von Layout und Struktur getrennt sind. Genau das macht heute den Unterschied. Beim aktuellen Redesign konnte das komplette Erscheinungsbild neu gedacht und technisch modernisiert werden, ohne dass Inhalte gefährdet oder mühsam übertragen werden mussten. Texte, Bilder und Strukturen blieben stabil, während das Layout vollständig erneuert wurde. Das ist der Vorteil einer sauber angelegten CMS-Architektur: Man kann weiterentwickeln, ohne das Fundament zu beschädigen.

Qualität entsteht vor der Veröffentlichung

Ich denke Projekte nicht bis zur Veröffentlichung, sondern weiter. Ich frage mich schon beim ersten Entwurf: Ist das updatefähig? Ist das strukturell sauber? Kann man Inhalte erweitern, ohne dass alles auseinanderfällt? Was passiert in fünf Jahren? In zehn?

Diese Fragen stellt man sich nicht, wenn man nur auf die Oberfläche schaut. Aber genau dort entscheidet sich Qualität. Eine Website ist kein einmaliges Ereignis. Sie ist ein System, das wachsen und sich verändern muss. Wer das am Anfang nicht berücksichtigt, zahlt später doppelt.

Struktur statt Baukasten

Heute kann man Websites sehr schnell erstellen. Themes, Page Builder, fertige Vorlagen – technisch ist vieles möglich. Das ist nicht grundsätzlich falsch. Für manche Projekte ist das ausreichend.

Ich arbeite bewusst anders. Ich baue keine Klicklösung, sondern eine strukturierte Grundlage. Ich achte auf sauberes Markup, klare Inhaltslogik und eine technische Basis, die langfristig stabil bleibt. Suchmaschinenoptimierung ist dabei kein nachträgliches Plugin, sondern Teil der Struktur. Inhalte werden so angelegt, dass sie logisch eingebettet sind und nicht zufällig das Layout beeinflussen.

Der Unterschied zeigt sich selten am ersten Tag. Er zeigt sich nach Jahren.

Verantwortung endet nicht mit dem Launch

Ein Projekt ist für mich nicht abgeschlossen, wenn es online geht. Ich bleibe ansprechbar. Ich beobachte Entwicklungen, prüfe Updates, korrigiere Kleinigkeiten, bevor sie zu größeren Problemen werden. Manchmal passe ich Dinge an, ohne dass daraus ein neues Projekt entsteht. Nicht, weil ich großzügig sein möchte, sondern weil ich Verantwortung ernst nehme.

Zuverlässigkeit bedeutet für mich, dass man sich auf Absprachen verlassen kann. Dass Systeme stabil laufen. Dass Entscheidungen nicht kurzfristig beeindrucken, sondern langfristig tragen. Gewissenhaftigkeit heißt, auch unsichtbare Details ernst zu nehmen – gerade die, die später entscheidend werden.

Erfahrung als Entscheidungsqualität

Nach über zwanzig Jahren im Web arbeite ich heute schneller als früher. Nicht weil ich oberflächlicher arbeite, sondern weil ich Entscheidungen sicherer treffe. Ich weiß, welche Lösungen sich bewähren und welche nur kurzfristig modern wirken. Ich erkenne strukturelle Schwächen frühzeitig. Das spart Zeit – und es vermeidet spätere Kosten.

Ich arbeite in Personalunion. Konzeption, Gestaltung, technische Umsetzung und Systemarchitektur greifen ineinander. Es gibt keine Übergaben zwischen Abteilungen, keine Missverständnisse durch interne Abstimmungen. Verantwortung ist klar. Entscheidungen sind konsistent.

Für wen ich arbeite

Ich arbeite gern mit Menschen, die verstehen, dass eine Website mehr ist als eine Oberfläche. Mit Unternehmen, die Wert auf Stabilität, Struktur und langfristige Perspektive legen. Mit Auftraggebern, die nicht nur „online sein“ möchten, sondern digital verlässlich aufgestellt sein wollen.

Wenn es um kurzfristige Effekte geht, gibt es viele Anbieter. Wenn es um eine tragfähige, durchdachte Grundlage geht, sprechen wir vermutlich dieselbe Sprache.

Fazit

Eine gute Website erkennt man nicht nur am Design. Man erkennt sie daran, wie ruhig sie läuft. Wie flexibel sie sich weiterentwickeln lässt. Wie problemlos sie Updates übersteht. Und daran, dass man auch nach Jahren nicht bei null anfangen muss.

Redesign einer 13 Jahre alten Website mit ExpressionEngine

Vor dem Redesign: Website zwischen 2012 und 2025 für Thomas Paul Zahntechnik, Berlin

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Nach dem Redesign 2026. Kein Text und kein Bild musste geändert oder angepasst werden. Die Template-Struktur im CMS blieb unbebrührt, ebenso die Navigation.

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\\\ Update: 26.02.2026   Angelegt: 26.02.2026   Rubrik: Grafik- & Webdesign   Views: 50   

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