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Zur Esoterik der Barrierefreiheit

11. März 2005 um 11:39

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6 Kommentare

  • 1. at am 11. März. 2005 um 18:25

    Besser spät als nie.

  • 2. Ralph am 11. März. 2005 um 18:41

    Boah!

  • 3. xwolf am 11. März. 2005 um 19:32

    Der Streit um die Begriffe Barrierearm vs. Barrierefrei ist schon mindestens ein Jahr alt…

    Zwischenzeitlich hab ich aus denselben Gründen wie du Barrierearm verwendet.
    Problem bei diesem Begriff ist, daß man damit niemand der Entscheidungsträger kriegt: \”Wer wirbt schon mit Armut\” ?

    Besser ist IMHO zu sagen, daß die Zugänglichkeit einer Website gut ist. Das ist zwar dann auch nichts definitives, aber Barrierefreiheit ist ja genausowenig absolut.

    Ansonsten finde ich schon, daß man auif Leute und Firemn hinweisen muß, die eine gute Idee zu reinen kommerziellen Zwecken missbrauchen. Insbesondere bei den von dir gelinkten Artikel von mir gibt es einen sehr unschönen Hintergrund. Stichwort: Zertifizierungsdebatte und beteiligte Firmen.

  • 4. /T am 18. März. 2005 um 12:43

    Das Problem dabei ist ja, den Begriff einerseits positiv zu besetzen und andererseits dabei noch sachlich und fachlich korrekt zu bleiben. Klar, Barriere*frei* impliziert einen Zustand, von dem die Esoteriker mittlerweile wissen daß es ihn nicht geben kann. Barriere*arm*, und hier muß ich dem Vorredner zustimmen, wirbt gleich mit zwei negativ besetzten Teilen: Barrieren = böse und arm = verpönt. Andere Vorschläge wie \”kalorienreduziert\” oder \”praktisch grätenfrei\” treffen es auch irgendwie nicht und einfach nur \”standardkonform\” ist mir zu wenig.

    Zugänglich?

  • 5. Ansgar am 21. März. 2005 um 19:14

    Stimmt. Barrierefreiheit, auch wenn wir das Wort selbst immer wieder in unserer Website, um unsere Website und um andere Websites herum benutzen – es stimmt ja gar nicht. Barrierearm stimmt, aber die Vorredner haben den Knackpunkt ja schon erfasst. Bleibt noch zugänglich, woraufhin aber kürzlich die Anmerkung im Gespräch kam \”Alle Seiten sind irgendwie zugänglich.\” und auch dem kann man nicht so recht widersprechen. Accessibility bezeichnet in Angelsachsen halt eben nicht nur einen Zustand, sondern (auch) eine Einstellung. Und irgendwie ist es ja auch mehr als reine Accessibility, sondern auch Usability. Denn Zugänglichkeit plus Benutzbarkeit ergeben ja im Prinzip dann auch die Einstellung zum Thema, wie in angelsächsischer Form. Einen griffigen Begriff habe ich jetzt aber auch nicht zur Hand. Leider.

  • 6. Peter Müller am 22. März. 2005 um 10:42

    Mir gefällt der Begriff “mediengerecht”.

    Das Web ist ein flexibles Medium und “mediengerechte Webseiten” sind so flexibel, das sie sich sich der Umgebung des Surfers anpassen (auch wenn er kein Betrachter ist).

    Nichts anderes ist doch mit barrierefrei (oder -arm) gemeint: Möglichst wenig Hürden aufstellen, damit jeder die gewünschten Informationen bekommt.

    Mediengerecht enthält die Trennung von Inhalt und Gestaltung, Barrierefreiheit und die Loslösung vom traditionellen Papierdenken, in dem der Autor die Kontrolle über das Dokument hat. Im Web bestimmt der Benutzer.

Bottombar