Für eine Kundenarbeit brauche ich koreanische und japanische Schriftzeichen. Die werden aber weder in AppleWorks, noch in Papyrus angezeigt, obwohl die Schriften installiert sind; wohl weil es echte Word-Dokumente sind. So sah ich mich genötigt, Win-XP zu starten. Während der Installation der Schriften wurde ich aufgefordert, die XP-Install-CD einzulegen. Das tat ich brav. Belohnt wurde ich derweil nicht: Circa 1000 Dateien waren nicht auffindbar, weder auf der CD, noch auf der Festplatte. In der kühnen Hoffnung, dass es trotzdem klappt, habe ich um die 10.000 Mal einen Button, die Tabtaste und Return bemüht, um die Installationen abschliessen zu können. Idiotclicker fiel mir ein, ignorierte aber die User-Erniedrigung und mußte knurrend, bellend und fauchend feststellen, dass meine Technik des schnellen Klicktabbens für die japanischen Schriftzeichen erfolgreich war, die koreanischen aber hatten keine Lust darauf.
Bevor mich dann die nicht mehr zählbaren Erinnerungen an Pleiten, Pech und Pannen mit Mickeysoft-Produkten um den Verstand zu bringen drohten, beschloß ich, meinen Schwur, niemals ein M$-Produkt auf den Mac zu installieren, zu brechen. Leider erwies sich die Testversion von Office auf der Install-CD von Tiger als abgelaufen. Über Umwege entdeckte ich eine Trialversion im Netz. Die installierte ich. Das klappte! Spannung kam auf! Aber die koreanischen Zeichen sah ich wieder durch schnöde Kästchen ersetzt, doch immerhin kann ich sie mit händischer Geduld durch die richtigen Zeichen ersetzen. Was für ein schöner Freitag!
Der weisse Hintergrund der Office-Testversion ist übrigens ganz großes Kino. Da steht groß, grau und diagonal “Word Test Drive”. Damit man in den 30 Tagen auch ja kein brauchbares Dokument abspeichern kann! Jedes Abspeichern erinnert zudem daran, dass die Testversion eine Testversion ist und dass ich “Jetzt kaufen” soll. Nun, das können sich die Redmonder von der Backe putzen und wenn ich am Ende höchstpersönlich koreanische Schriftzeichen malen muss!
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3 Kommentare
1. Markus am 3. März. 2006 um 16:03
Nach meiner Erfahrugn von Gestern, ist es leichter Schriftzeichen per Unicode im Browser oder wo auszugeben und dann zu screenshooten, als diese nachzuzeichnen. Und das womöglich ohne Tablett. :)
2. Ralph am 3. März. 2006 um 16:13
Nachzeichnen wäre in dem Fall auch zu sehr viel des Guten. Es geht um nicht wenige Headlines und Buttontexte für Flash-Filmchen und um grafische Menüpunkte einer Website, entsprechend sind die Word-Dokumente mit den Übersetzungen eine Mischung aus deutsch und den genannten Fremdprachen. :-)
3. Mario am 3. März. 2006 um 16:39
In einer der letzten kostenlosen Folgen von Mac-TV ging es um Tastatur-Einstellungen. Da ging es unter anderem auch um asiatische Schriftarten. Vielleicht hilft dir ja das weiter.