. segert.net weblog . » Weltgroove aus Barcelona

Weltgroove aus Barcelona

22. Mai 2006 um 12:58

Zur Startseite | Zur Suche .

2 Kommentare

  • 1. Wolfgang am 24. Mai. 2006 um 00:22

    Aus dem Geheimtip-Stadium längst entwachsen, aber noch nicht so bekannt wie verdient, möchte ich auch mal ein paar musikalische Tips geben, so um Barcelona herum:

    SKA-P aus Madrid, besonders empfehlenswert sind die Alben “Planeta Eskoria”, “Que Corra la Voz” und die Live-CD “Incontrolable”. Wie man zu so hart-klaren Texten eine so wunderbar fröhliche und fast immer tanzbare Ska-Rock-Punk-Musik mit wunderbar-genialen Melodien machen kann, bleibt uns Deutschen offenbar verschlossen (lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen). Hier die Webseite mit Infos : http://www.ska-p.de und http://www.ska-p.net
    Bei “Videos” z.B. mal “Animales de Laboratorio” ansehen ..SKA-P sind einige der wenigen Bands, die – neben vielen anderen Themen – auch immer wieder konsequent auf Tierquälerei hinweisen.

    Ebenfalls sehr zu empfehlen sind die LIVE-CD und Live-DVD “Radio Bemba Sound System” von Manu Chao – da gilt ähnliches wie bei SKA-P, natürlich in seinem eigenen Stil. Selten ein so Wahnsinns-Konzert auf CD/DVD erlebt, geht einfach nur ab – nicht vergleichbar mit seinen (auch guten) Studio-CDs.

    In diesemZusammenhang empfehlenswert ist die Compilation “Mano Negra illegal” – eine Hommage an Mano Negra, Manu Chaos frühere Band. 20 Stücke, einige komplett neu interpretiert. Oder direkt das Original “Best of Mano Negra” oder live “In the Hell of Patchinko”.

    Skalariak aus dem Baskenland, in Deutschland nur schwer erhältlich, spielen sehr tanzbaren, melidösen und politischen Ska – weniger hart wie SKA-P. Besonders die ersten 4 CDs haben viele gute Momente, mit der neuen “Luz de Rebelde” wird ich noch nicht so ganz warm, bis auf 3-4 Songs. Die virlleicht kompakteste CD ist “Radio Ghetto”.

    Die obengenanten Bands und Künstler sind allesamt mindestens seit Mitte der 90er Jahre aktiv und in Lateinamerika teilweise Stars, weil sie sich sehr früh, sehr offen und klar zu den sozialen Bewegungen bekannt haben und dort oft aufgetreten sind, nicht nur in den großen Städten. Denke schon, das sie zu der Mestizo-Bewegung einiges beigetragen oder sie zumindest unterstützt haben.

    Die vielen anderen Bands aus Barcelona, Spanien und Lateinamerika sind ja zum Teil schon erwähnt – jedenfalls eine sehr aufregende Entwicklung in Spanien und Lateinamerika.

    Politisch und soziales Engagement mit Lebensfreude & Rhythmus & schönen Melodien habe ich in der hiesigen Musikszene nur allzulange vermisst. Schön, das sich da einiges tut.

  • 2. Ralph am 24. Mai. 2006 um 12:03

    Vielen Dank für guten Tipps! Ausser Ska P, von denen ich 2 hervoragende CDs im Koffer habe, sind mir die anderen CD-Empfehlungen nicht bekannt. Skalariak werde ich mir gut merken. ;-)

    Ohne Zweifel ist es spannend, was da passiert und es zeigt mal wieder, dass die Geschichte offen ist.

    Ich höre übrigens grad Barcelona Raval Sessions 2 und der erste Eindruck: Im Vergleich zu älteren Samplern sind die Stücke darauf gekonnter, raffinierter gemixt, auch vom Sound her. Der geniale Ohrwurm “Mene Sesh” von Boss Phobie mit orientalischen Klängen, Flamencoanleihen, gepflegtem HipHop-Beat und Rap vom Feinsten zum Beispiel. Da schlägt mein DJ-Herz glatt ein paar Schläge schneller. ;-)

Bottombar