Seitdem ich die Firefox-Erweiterung NoScript benutze, staune ich immer wieder, wieviele Websites ohne JavaScript-Option nicht mehr nutzbar sind. Da funktionieren auf einmal kleine und große Online-Shops nicht mehr, einfachste Navigationen, die kein JavaScript bräuchten, sind ausser Kraft gesetzt. Manche Sites zeigen sich schlicht mit schwarzer Schrift auf weissem Hintergrund, andere sind nur zur Hälfte zu sehen. Kommt dann noch Flash dazu, ist das Chaos perfekt. Unglaublich ist, was man alles verkaufen kann! Ich weiss gar nicht, warum ich mir bereits ein schlechtes Gewissen mache, wenn ich Menüs nicht in Listen anlege oder hier und dort etwas Unordnung in der CSS-Datei hinterlasse (was jetzt auch vorbei ist)!
Aber das schlechte Gewissen ist ein Kennzeichen des ambitionierten Profis, der nicht in Versuchung kommt, unbedarfte Kunden für teures Geld mit minderwertiger Leistung abzuspeisen – was anscheinend immer noch leicht ist. Das schlechte Gewissen treibt dazu an, dass man sich an Qualitätsmerkmale und Standards hält. Die Einhaltung der Webstandards garantiert dem Kunden eine Überprüfbarkeit der Leistung und sorgt für das zeitgemäße Mehr an Zugänglichkeit. Wer sich also den gut dokumentierten und modernen Techniken des Webdesigns verweigert, aus welchen Gründen auch immer, verweigert seinen Kunden handfeste Vorteile. Sich Unkenntnis und Verweigerung dann auch noch teuer bezahlen zu lassen, grenzt je nach Preisvorstellung an Abzocke-Verhalten.
Zur Startseite | Zur Suche .