Gestern im WDR den Spielfilm Claire – Sich erinnern an die schönen Dinge gesehen (Original: Se souvenir des belles choses, Frankreich 2001). Stark die schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller: Die an zunehmende Amnesie leidende Claire (Isabelle Carré) und der depressive Philippe (Bernard Campan), die sich wahrhaftig ineinander verlieben und sich am Ende doch verlieren. Bar jeden Gefühlskitsches erlebt der Zuschauer, was Alzheimer bedeutet und verliert sein Befremden gegenüber dieser Krankheit. Der Film erinnert mich an ein ähnlich gelagertes Drama namens David and Lisa (USA 1962). Ich hatte diesen Film vor Jahren auf Video aufgenommen, ihn dann verliehen und leider nicht wiederbekommen. Damals habe ich mir die berührende Geschichte zwischen einem an Schizophrenie leidenden Mädchen und einem jungen Mann, der sich nicht berühren lassen kann, mehrere Male angesehen und ich würde es sehr gerne wieder tun. Beide Filme haben Parallelen: Die langsame Annäherung der Liebenden, die Heilkraft des Vertrauens, der Realismus therapeutischer Szenen, der sensible und direkte Therapeut, das Leiden an der eigenen Seele und der Gedanke, dass die Liebe existiert, in Formen, Arten, Weisen, die an die Vielfallt der Natur erinnern.
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