Das segert.net weblog schrieb ich zwischen Oktober 2003 und Dezember 2007 mehr oder weniger intensiv. Weiter mit dem Blogging geht es auf ralph-segert.de.
ralphs
Im Juni letzten Jahres bekam ich nach gut 9 Jahren DJ-Tätigkeit im FZW die Kündigung. Höhere Umstände, der kleine Clubraum “Bowlbox” stand nicht mehr zur Verfügung. Vor kurzen nun bekam ich eine Einladung von Uwe Meyer, das “bewährte JATZ-DJ-TEAM” (Uwe Meyer, Ralph Segert und Ralf Hölz) wiederauferstehen zu lassen, um im FZW echten Rare Groove aufzulegen.
Das Jatz war ein traditionsreicher Jazz-Club an der Möllerbrücke in Dortmund, das schliessen musste. Ich hatte dort mein erstes erfolgreiches DJ-Erlebnis, Tanz in den Mai 1995. Das Jatz lag im Keller und war wie ein Schlauch, der sich nach einer recht langen Theke zu einer kleinen Tanzfläche öffnete. Daneben dann ein Podium mit Klavier und hohen Tischen, hinter denen der DJ stand. Ich nervte den Vertreter des Wirts ein paar Wochen mit immer neuen Demotapes, bis der Chef und seine rechte Hand Charly sich auf einen Deal einließen. Ich sollte es 2 Stunden versuchen, dann würde Charly übernehmen. Charly machte oft die Theke und legte auch manchmal auf, ihm und seiner Jazzbegeisterung hatte ich den Einstieg zu verdanken. Er lieferte sich manchmal mit einigen Stammgästen, die über die große Zeit des Jazz fachsimpelten, von Spott geprägte und mit lakonischen Sprüchen durchsetze Dispute. Er gehörte zum Inventar des Jatz und war aus dem Dortmunder Nachtleben nicht wegzudenken. Er hatte sich also eingesetzt für mich und ich war glücklich. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich gegen 22 Uhr den Laden betrat. Es war rappelvoll, ich kam kaum durch mit meinen beiden Koffern und ich hatte die erste Sekunde wirklich Schiss, meine Coolness zu verlieren und unverichteter Dinge das Weite zu suchen. Aber die Lust war stärker.
Zudem trieb mich die Überzeugung, dass ich jede Menge genialer Mucke zu bieten hätte und schliesslich war ich bis dahin bereits einige Mal in diverse kalte Gewässer gesprungen. Ich fing an mit funkigem Acid-Jazz und beim zweiten Song war die Tanzfläche voll. Bis 5 Uhr morgens brummte es und der Wirt machte gegen 6 noch Freudensprünge auf der Tanzfläche. Ich war sein neuer Held (naja, für 1 Jahr ;-), denn der Umsatz stimmte. Ich bekam 150 oder 200 Mark für diesen Abend, bei dem ich mir um populäre Songs und Hörgewohnheiten keine Sorgen machen musste und war happy, als ich mit der Gewissheit nach Bochum zurückfuhr, dass der Clubabend am Samstag mir gehörte. Später dann übernahmen dann Uwe und danach Ralf Hölz den Abend und begeisterten tanzwütige Liebhaber von Jazz, Soul, Funk, Acid, Northern Soul und was weiss ich noch welche Richtungen.
Wie dem auch sei, ich werde in Kürze meine DJ-Koffer neu packen und freue mich auf den ersten Termin am 16. Februar 2007, an dem Uwe auflegt. Beginn: 23:00 nach dem Konzert der Mardi Gras.BB. Eintritt: 4 Euro (für Konzertbesucher Eintritt frei). Mein erster Termin zusammen mit Ralf Hölz ist dann am 24. März, am 28. April schmeisse ich den Abend und am 26. Mai der Ralf. Wenn der Abend “The Real Jatz Dancefloor Party” gut anläuft, wird er im Sommer wohl jeden Samstag laufen. Hoffen wir das Beste!
Zur Startseite | Zur Suche .
2 Kommentare | Kommentar schreiben
1. christian am 15. Januar. 2007 um 23:40
bin ich mal echt gespannt :-)
im FZW fehlt schon was mit der waschküche, aber das ist leider wohl so. und das jazz fehlt auch :-/ also ich freu mich auf den FZW termin :-)
2. klamue am 16. Januar. 2007 um 11:39
@christian:
Waschküche, meinst du die alte Kegelbahn?