Das segert.net weblog schrieb ich zwischen Oktober 2003 und Dezember 2007 mehr oder weniger intensiv. Weiter mit dem Bloggen geht es auf ralph-segert.de und mit dem Webzettel.
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Nein, ich habe Verena nicht in dieser großen Dünenwüste namens Te Paki im äussersten Norden Neuseelands unweit des wilden Meeres sitzen lassen. Wir waren zu froh, dass wir überhaupt angekommen waren, denn wir hatten gleich in den ersten Tagen Ärger mit dem Campervan, der das Spülwasser nicht im Tank behalten wollte. Bis wir einen neuen hatten, vergingen knapp drei Tage. Zum Glück war auf dem Camping Platz Houhora Heads die Hilfe groß. Stundenlang half uns die Verwalterin des Platzes und telefonierte mit dem Support. Abends bekamen wir frischen Fisch von Pete. Verena hatte zuvor gefragt, ob sie etwas abkaufen könne. Aber er wollte kein Geld, unser Pech hatte sich herumgesprochen. Einen Tag später bekamen wir noch ein paar schöne Kahawai-Filets, pfannenfertig. Pete, ein korpulenter kräftiger Mann in den hohen 50zigern, flüchtete zeitweise aus Auckland, um in der Region Northland mit zwei anderen Männern, die unterschiedlicher nicht sein konnten, zu fischen. Morgens gegen 6 Uhr liessen sie den alten Traktor an und brachten ihr Boot in Stellung. Überhaupt haben wir einige hilfsbereite, humorvolle und sehr kommunikative Neuseeländer kennengelernt. Auch ein gewisser Sarkasmus, der an die Leute hier im Ruhrgebiet erinnerte, war festzustellen, vor allem wenn es um Rugby und den ärgsten Gegner Australien ging.

Der hilfsbereite Tatendrang mancher Neuseeländer war erstaunlich. Das haben wir erlebt, als wir den “neuen” Wagen endlich hatten. Wir waren gerade 50 km Richtung Te Paki unterwegs, als in der Pampa am Sonntag ein Reifen platzte. Es gab kein Handy-Empfang, die Sonne schien ausnahmsweise einmal unbarmherzig und die wenigen Autos fuhren vorbei. So stand ich wie ein blödes Schaf mit dem Wagenheber und hätte wohl beinahe einen Teil der Karrosserie zerstört, wenn nicht just ein Mann mit seinem Sohn angehalten hätte, um sich Minuten später ohne Hemmungen unter den Wagen zu werfen. Als dann eine richtige Stelle für den Wagenheber gefunden war, verliess der nette Cowboy uns, als ob nichts gewesen wäre, während ich fluchend - die Nase gestrichen voll von Autoverleihern wie Britz und Maui - den Reifen wechselte. Aber Te Paki war dann toll!

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13 Kommentare | Kommentar schreiben
1. Verena am 20. Dezember. 2006 um 01:36
Ja, Te Paki war dann toll :-) Es gibt sogar eine Wüste in Neuseeland. Auf dem Bild werden die unglaublichen Dimensionen klar. Riesig, diese Dünen, und eine nach der anderen.
2. Ralph am 20. Dezember. 2006 um 01:47
Der Wind mit dem Sand im Gesicht war auch gut.
3. Verena am 20. Dezember. 2006 um 01:51
Peeling, jammer nich ;)
4. Ralph am 20. Dezember. 2006 um 02:08
Bio sozusagen.
5. melle am 20. Dezember. 2006 um 14:04
Hach, lecker, Eure Bilder und Geschichten, da freue ich mich um so mehr auf meinen Trip nächstes Jahr :)
6. Ralph am 20. Dezember. 2006 um 14:11
Wohin geht es denn?
7. melle am 20. Dezember. 2006 um 15:15
Neuseeland :)
8. Marcus am 20. Dezember. 2006 um 18:47
Erinnert mich an Moreton Island vor Brisbane. Hier ein Bild (zwar nicht so toll wie eure, aber immerhin ;-)): http://flickr.com/photos/mapu/328257142/
9. Onno am 21. Dezember. 2006 um 01:06
Ogee, ogee. Ich troll mich dann mal in meine Dünen. *schluchz* (Immerhin ohne Turbulenzen erreichbar!)
;-)
10. Lazerte am 21. Dezember. 2006 um 09:36
Bild 3 sieht für mich aus wie Gletscher. Wahrscheinlich mein heimlicher Wunsch nach weißer Weihnacht…
11. Ralph am 21. Dezember. 2006 um 10:04
Onno, hoer mir auf mit Turbulenzen! Der Hinflug über Dubai, Singapore, Brisbane (gemütlicher Flughafen, Marcus) nach Auckland war ja noch harmlos, wenn ich an den Rückflug denke. Nach diesen Abstürzen mit schreienden Menschen war ich zwar auch ne Zeit geplättet, aber auch gleichzeitig beruhigt: Denn wenn das eine Maschine mit 500 Menschen aushält, dann kann in den restlichen 23 Stunden Flugzeit eigentlich nichts mehr passieren :-)
Lazerte, weisse Weihnacht mit Gletscher, vielleicht gibt es das ja bald zu verkaufen für den eigenen Garten, jetzt wo die Gletscha auffem Rückzug sind. ;-)
Melle, wohin geht es denn nach Neuseeland? Beide Inseln? Mit Campervan, als Backpacker? Vielleicht schreibe ich noch en paar Tipps unter dem Motto: Neuseeland für Newbies. ;-)
12. Verena am 21. Dezember. 2006 um 13:38
Onno, immerhin gibt es in Deinen Dünen Haninchen :-)
13. melle am 25. Dezember. 2006 um 12:14
Ralf: ja, beide Inseln, so preiswert wie möglich ;) Hab gehört Hostels sind da nicht so billig, deswegen überlege ich einen Camper zu nehmen (die Option couchsurfing ist ja immer noch offen).