Das segert.net weblog schrieb ich zwischen Oktober 2003 und Dezember 2007 mehr oder weniger intensiv. Weiter mit dem Blogging geht es auf Ratatatam und in meinem DJ-Blog DJR Blog. Aktuelle Musik in meinem Webradio auf laut.fm/djr: House und Lounge, Balkanbeats und Latin, Jazz und Nu Jazz
ralphs
Vor Jahren, als Windows und Router für einen Otto-Normal-User noch eine riesige Zumutung und Glücksspiel waren, passierte es, dass ich nach 2768 vergeblichen Versuchen kurzerhand einen Hammer nahm und den “Fuck-Router” brutal und ohne Gnade in der Küche zertrümmerte (Hartplastik kann ganz schön widerständig sein). Verena kam hinzu und wollte auch unbedingt das Objekt der Hassabfuhr traktieren, was das Zeug hält. Allerdings hat sie sich dafür keinen Bikini angezogen, wie Tatjana Kraslova es für den Film Apfel Q getan hat, was nicht heißt, dass ich das bei nächster Gelegenheit nicht anregen würde. Schade ist, dass man das nicht mit mancher Software machen kann, denn schliesslich kann die Hardware oftmals nichts dazu, wenn elementare IT-Dinge einfach nicht funktionieren wollen. Gibt es immer noch keinen Ego-Shooter für Software? – Via Titanic. – Bildnachweis: Bikinirama
Das, was ich bisher über die sogenannte flickr-Zensur las, zeigt mehr oder weniger große Empörung quer durch Deutschblogistan. Das schöne neue Web 2.0 verliert seine Unschuld, die Begeisterung weicht der Skepsis. Dabei gehört flickr dem Konzern Yahoo und der filtert wie Google schon länger. Stichwort China. Zudem hilft Yahoo dabei, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten in den Knast zu bringen. Der Artikel China und das Internet auf Spreeblick rollt diese Vorkommnisse noch einmal kompakt auf, sehr interessant im Zusammenhang mit dem aktuellen flickr-Skandal. Update: Vorsatz: Lieber länger und mehr lesen und dann urteilen. Aber urteilt selbst: Das China-Syndrom. Danach bitte bei Lust auch den kritischen Kommentar von Andreas Haerter beachten. Update II: Auch die sind nicht ohne: Das Internet, die Menschen und China sowie das visuelle Statement Statt vieler Worte….
Sehr geehrter Herr Innenminister,
ich bewundere Sie sehr! Ihre öffentlichen Clous sind einfach genial, Ihr geduldiges Streben historisch! Wie überrascht ich war, als Sie aus dem Nichts eine europaweite Datei für rechtsextreme Feiglinge gegen den Widerstand von SPD und Grünen durchsetzten und damit die Herzen aller egalitär gesinnten Menschen gewannen. Die Zunahme rechtsextremer Gewalt müsse jetzt gestoppt werden, war und ist Ihre Maxime. Wie engagiert Sie in jedem Interview betonten, dass der Rechtsextremismus vor allem im Osten Akzeptanz und Rückendeckung bei Beamten, Politikern und vielen kleinstädtischen Bewohnern finde und dass der alltägliche Wahnsinn eingedämmt werden müsse! Wie sie authentisch, ja! emotional darlegten, wie feige die Rechtsradikalen agierten und dass der Rechtsextremismus von “erbärmlichen und feigen Männer” getragen werde, die oft mit deutlicher Überzahl friedliche Menschen überfallen und schwer verletzen würden und deren Verrohung nicht zuletzt Folge einer “heuchlerichen Sozialpolitik” sei. Der Aufschrei in Ihrer Fraktion war beeindruckend und selbst die Fernsehleute wussten zuerst nicht, wie sie damit umgehen sollten. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wieviel Respekt wir Ihnen zollen, weil Sie den Mut aufbrachten, gegen Ihre Fraktion die strenge Disziplinierung und bundesweite Fortbildung der Polizei einzufordern, damit sich dort endlich “demokratische Gesinnung” festige. Unvergessen auch, wie Sie dem grosskoalitionären Polittubbie Angela Merkel öffentlich und vehement in die Pflicht nahmen und ohne Kompromisse ein Millardenprogramm zur Resozialisierung rechtsextremer Jugendlicher und Funktionäre einforderten. Auch den Zentralrat der Juden konnten Sie dafür gewinnen, obwohl er sich seit Jahren nur noch für die symbolische Rechtfertigung seiner Existenz einsetzte. Vorbildlich haben Sie zudem die echten Zahlen rechtsextremer Morde in die öffentliche Debatte geworfen, für eine neue NPD-Verbotsinitiative gekämpft und zudem immer wieder gefordert, dass unser Rechtsstaat dem Verfassungsschutz verbieten müsse, “Kriminielle im Dienste des Staates” einzusetzen. Als Sie auf dem Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung mit “Anfällen von Realitätsverlust” (Springerpresse) auf eine lebendige “Internetszene” hinwiesen, die Respekt verdiene, weil sie sensibel und schnell auf antidemokratische Tendenzen in Politik und Gesellschaft reagiere, da war das Misstrauen gegen Ihr Amt kein Wort mehr wert. Ich war baff vor Staunen, als Sie einer pikierten Christiansen einige Beispiellinks ins Mikrofon buchstabierten und – ohne sich unterbrechen zu lassen – Texte und Initiativen von Bloggern und Aktivisten aufzählten, die belegen würden, dass wir bei soviel Engagement und Wachsamkeit keine Angst um unsere Demokratie haben müssten. Was soll ich noch weiter schreiben, Sie sind der beste Innenminister, den ich in meinem Leben erlebt habe. Freiwillig würde ich Sie einige Stunden in der Woche in Ihrem Rollstuhl spazieren fahren, wenn es mir erlaubt wäre. Für Ihre zukunftsweisende Arbeit möchte ich mich auch im Namen meiner Familie und Freunde von ganzem Herzen bedanken.

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© 2007 Ralph Segert
Im Webkompetenz-Forum von Stefan Münz wird über meinen 20-Punkte-Heilplan kritisch diskutiert. Ich vermute, dort hat niemand etwas dagegen, wenn noch ein paar andere Leute ihren Senf hinterlassen würden. ;-)
Sehr sehr cool und was ich schon lange vermisse: Entitäten für Sonderzeichen komfortabel finden mit dem Tool HTML Entity Character Lookup. Für Macianer gibt es das auch als Dashboard Widget (endlich einmal eines, das mir sinnvoll erscheint ;-). Das Tool funktioniert richtig schnell, nach Eintrag eines Sonderzeichens erscheint das Ergebnis fast sofort. Zudem haben die Entwickler weit und klug gedacht, denn man gebe z.B. einfach ein A oder O ein und schon erscheinen alle möglichen Zeichen-Entities, die der erfreute User dann mittels eines Mausklicks in die Zwischenablage kopieren kann. Leute, wenn das nicht begeistert, was dann! – via F-LOG-GE
Sehr interessanter Bericht von Christiane Link über ihre Erfahrung bei der Nachrichtenagentur dpa und den Druck, dem man dort ausgesetzt sein kann: Die Leserschaft zeigt sich bestürzt.
Ich finde ich es bemerkenswert, wie viele Tageszeitungen die falsche Meldung am Montag dann auch noch in die Blätter hoben und Dinge hinzudichteten, obwohl der Fehler in Kleinbloggersdorf längst bekannt war. Das heißt, da fahren x Journalisten nach Heiligendamm, weit mehr sitzen daheim in der Redaktion und brüten über den besten Leadsatz und keiner kommt mal auf die Idee, bei Technorati vorbeizuschauen.
Wer das Thema verpasst hat, lese vorher beim Spiegelfechter SPON strickt an der Rostock-Legende.

© 2007 Ralph Segert
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© 2007 Ralph Segert
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Der 20-Punkte-Heilplan gegen Dateninfantilität zieht langsam seine Kreise im Netz, was doch erfreulich ist. Erfreulich ist auch ein Text von dem optimistischen Journalisten Joachim Dethlefs, der seinen Lesern Fünf Informationsmöglichkeiten zum Thema Datenschutz zur dringenden Beachtung vorstellt. Und wie dringend es ist, sieht man daran, dass der Wahnsinn ungebremst weitergeht. Denn Minister Unersättlich plant Biometrie-Ausweise für Ausländer:
Die Bundesregierung plant die Abnahme der Fingerabdrücke auch von Ausländern, die schon länger in Deutschland leben: eine elektronische Aufenthaltskarte ist in Vorbereitung. Zudem will der Innenminister vorliegende Daten zentral speichern
Mit den Minderheiten anfangen, das ist eine Methode der Sicherheitsfanatiker, später sammelt man dann zentral die Fingerabdrücke der gesamten Bevölkerung. Geradezu unerhört für mich. War es nicht lange eine Selbstverständlichkeit, dass Fingerabdrücke erst dann genommen werden dürfen, wenn man einer Straftat überführt worden ist? Es wird Zeit, darüber nachzudenken, wie man z.B. die Einführung biometrischer Personalausweise boykottieren könnte, ausser durch Auswandern.
Zum Thema Fingerabdrücke passt ein taz-Artikel über den Prümer Vertag, der den Datenabgleich von DNA-Proben und Fingerabdrücken in bisher 17 EU-Mitgliedstaaten erlaubt. Interessant auch: Europas Dateien.
Alan Pearce erkärt uns auf A List Apart Multi-Column Layouts Climb Out of the Box. Zwar bereits im Februar 2007 veröffentlicht, aber noch lange nicht veraltet. Kurz: Klasse!
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Ich mag zwar die Musik von Herbert Grönemeyer seit eh ohjeh nicht, aber vor seinen Handlungen und klaren Worten habe ich großen Respekt. Im taz-Interview berichtet er über seine Afrika-Erfahrung, Motive seines Engangements und warum er niemals Politikereinladungen annehme: “Politiker wollen einen nur aufessen”:
Deutschland ist nach wie vor einer der größten Waffenexporteure weltweit. Jeder Konflikt, jeder Krieg ist also im Interesse der deutschen Wirtschaft. Da kann Frau Merkel zehnmal Pfarrerstochter sein.
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Doch ja, diese Opera-Schnellwahl im leeren Tab finde ich auch klasse. Und wer es genauer wissen will, surfe schnell ma zu Operas Schnellwahl tunen.
Anleitung für Einsteiger: How to Use … YiGG.de. Wo? Auf YiGG.de
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In den letzten Tagen und Nächten bin ich mal wieder abgetaucht in die freie Blogarbeit, heraus kamen ein Interview mit DJ Robert Soko, dem Begründer der BalkanBeats sowie eine Rezension über das sehr empfehlenswerte Buch Stadtnatur – Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen von Josef H. Reichholf. Bitte schöööön!
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Den coolen Peter Oakley alias Geriatric1927 in der Frühe begeistert vorgestellt und 2 Stunden später bereits mit der Google Blog-Suche Beta gefunden. Immerhin ;).
Regen ohne Wind im Mai, wenn es bereits warm ist, ist etwas sehr feines. So kann man hier und dort sogar kleine Wasserdiamanten entdecken. Da sage noch jemand, die Natur verstehe sich nicht zu schmücken!

© 2007 Ralph Segert
Auch kann das feine Blattwerk manchmal zum kleinen Wasserwerk werden und kleine und große Speicher anlegen:

© 2007 Ralph Segert
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Yep, das ist doch eine gute Idee auf ogeeBloggin’, einfach einmal kurz und knapp aufzulisten, welche Daten Google so sammelt.
Beim Durchlesen der Liste fiel mir eine Alltagserfahrung wieder ein, nämlich wieviele Websites Google Analytics benutzen, kaum eine scheint es nicht zu tun. Ein Firefox-Plugin wie “NoScript” macht darauf aufmerksam.
Idee für einen Blog-Karneval: Suche Deinen Vor- und Nachnamen bei Google und persifliere eine Auswahl der ersten 20 Suchergebnisse. Lese zuvor Wohlfühlen in der Orwellness von Peter Glaser oder fühle Dich beim Texten völlig frei von Wörtern wie “Datenröntgen”.
SEO Template for WordPress und Leute wie mich, die gerne mal ein WordPress für Einzelhändler, Stiftungen und Vereine aufsetzen, ohne dass die Kunden damit bloggen wollten. Ein Danke an Alexander Sczakiel von Stereophone.
Google will noch mehr persönliche Daten der Benutzer sammeln und offenbart eine Art modernen imperialen Größenwahn:
Ziel sei es, so sagte Google-CEO Eric Schmidt laut Financial Times, möglichst viele persönliche Daten zu sammeln, so dass man den Benutzern eines Tages sagen könne, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen. Nebenbei würde dadurch das Unternehmen an Einfluss gewinnen, das sich der Mission verschrieben hat, die Informationen der ganzen Welt zu organisieren.
Bitte in dem Zusammenhang auch den Heilplan gegen Dateninfantilität weiterreichen.
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Heute tatsächlich etwas für die webdesignerische Fortbildung getan (so früh schon ;-) und den Links im Webkrauts-Posting Wissenswertes über XHTML 2 und HTML 5 gefolgt. Dabei mal gleich die Webkrauts in die Blogrolle aufgenommen und das Webkompetenz-Blog von Stefan Münz gleich dazu. Ich übertreffe mich heute!
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Kommt es dir auch manchmal so vor, als würden dich nur Robots und Spambots lesen?
Wer von Euch wollte in seinem Leben nicht einmal ein großer Schriftsteller werden und war nahe dran, seine Lebensgeschichte einem großen Verlag zuzusenden. Gebts zu! Aber auch alle die frei davon waren, könnten mit Interesse ein unterhaltsames Interview mit dem Meisterlektor Wolfgang Matz lesen: “Natürlich ist es Idealismus”
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Über das Königsblaue Jahrhunderttrottel habe ich großzügig hinwegelesen, der Rest soll zur tröstenden Erkenntnis über den deutschen Fußball gereicht werden: “Es ist das alles allzu tränentreibend bescheuert.”
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An das Wunder von Gelsenkirchen habe ich schon letzten Samstag geglaubt, wohl um mich nach diesem Krampenspiel zu trösten. Und zu dem Satz mit war wohl nix fällt mir ein, dass ich beim Schalke-Spiel in Bochum mit Verena und meinem Sohn Luis in der Ostkurve war. Da habe ich nach sieben Jahren Westerholt und zwei Jahren intensivem Schalkegucken gemerkt, dass ich mein VfL-Herz an Schalke 04 verloren habe. Ich wohnte zwischen 1966 und 72 an der Castroper Straße und erlebte den Bochumer Bundesliga-Aufstieg mit. Später waren Tenhagen und Jupp Kaczor meine Lieblingsspieler. Als ich nun letztens im VfL-Stadion wieder dieses typische VFL hörte, kam ein wenig Wehmut auf. Aber es nützte alles nichts, während mein Sohn im Taumel jubelte und jedes Schalker Tackling als Foul verfluchte, ärgerte ich mich offen über das Schalker Unvermögen. Zuletzt bekamen Verena und ich von ein paar Bochumer Fans noch Trost gespendet. Überhaupt haben wir uns gewundert, wieviele in der Ostkurve gejubelt haben, als das Tor für Schalke 04 fiel. Insgesamt fühlte sich das wie ein wenig Ruhrstadt an.
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Die Liste der Änderungen und die Bearbeitung von 250 Fehlerberichten (sind die Fehler dadurch behoben? ;-) reizt ja schon ein wenig zum Update. Meckerei und Begeisterung halten sich wohl die Waage, aber ich warte noch ein Weilchen.
Das Schöne an einem Plugin-Karneval ist, dass die fleissigen Macher eine Runde verdienter Aufmerksamkeit in Form von Links bekommen (bei der Menge kann man schon mal eine Pluginitis bekommen, so ein Blog-Karneval kann ganz schön wild werden). Denn was wären WP-Blogger im besonderen ohne die kostenfreie Arbeit spezialisierter Netizens, was wären Blogger im Allgemeinen ohne diese fleissigen Webbienen? Was wäre überhaupt das Web 2.0 der Kommerzkrieger, ohne das Web 0.1 der vielen, die das WWW seit 13 oder 14 Jahren mit Content und Hyperlinks, mit Open Source Technik und Know How versorgen? Nichts wohl. Oder höchstens ein riesiger Onlineshop mit ein paar Online-Zeitungen, deren Artikel niemand bespricht und verlinkt. Man stelle sich Google in so einem Web vor. Und die, die den großen Schrottplatz Internet herbeireden, vergessen allzugern, dass der gröbste Schrott mit angestrebter Durchkommerzialisierung des Webs entsteht, inhaltlich wie gedanklich. Es wird nicht alles unter den Sternen von Euro und Dollar stehen, dafür werden weiterhin die unzähligen kleinen und großen, kontroversen und freundschaftlichen, verrückten und verschworenen Linkgemeinschaften sorgen. Meine Hoffnung ist zudem, dass sich bei der gegenwärtigen Entwicklung zur Orwellness ein starker politischer Gegenwind Richtung Stasi 2.0-Koalition entwickle, die dringend stärker unter öffentlichem Druck gesetzt werden muss. Die Stimmen gegen die Verfassungsfeinde im Bundestag liessen sich sicher vermehren mit kreativen Ideen und Einsatz im virtuellen wie im realen Leben. Prost!
Ich glaube, ich erlebe zur Zeit meinen zweiten DJ-Frühling. Ich hatte einen wunderbaren Tanz in den Mai und beim Digitalisieren meiner Sammlung entdecke ich eine Jazz Funk Soul Latin Worldbeatz-Perle nach der anderen. Zur Zeit bereite ich ein völlig neues, abgefahrens rare-goove-Set vor mit vielen Stücken unter 2:30. Fehlt nur noch ein Laden dafür, da es leider im FZW zu wenig Unterstützung gibt, obwohl die beiden Abende gezeigt haben, dass die Leute richtig heiss sein können auf diese Musik. Aber ohne Werbung bleiben es zu wenig Gäste. Nun, dann werde ich in nächster Zeit in Dortmund Klinken putzen und Compilations verteilen. Eine Site zur Bewerbung meiner DJ-Dienste steht bereits. Auf der gebe ich Termine bekannt, bespreche Links und vor allem Mucke und nochmals Mucke, wie man bereits jetzt lesen und sehen kann.
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Zivilisationskrankheiten gibt es viele und täglich kommen neue hinzu. Aktuell fällt mir die landesweite Präsenz einer kulturellen Krankheit auf, die ich Dateninfantilität nenne. Die Symptome reichen von Schulterzucken bei Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Web 2.0-Kapitalismus, Kundenkarten und Googlemacht bis hin zu den berühmten drei Affen: Die Betroffenen reagieren von euphorisch bis aggressiv unter dem Motto: Wir wollen nichts sehen, nichts hören und unsere Privatsphäre ist uns scheissegal. Heilbar scheint mir das nicht zu sein. Nur wer einen Ansatz von Webkompetenz entwickelt hat, ab und zu seiner Gleichgültigkeit misstraut und ein gewisses Unbehagen beim Verbreiten seiner Daten verspürt, darf auf Genesung hoffen. Der folgende 20-Punkte-Heilplan könnte helfen, dem Verantwortungsgefühl für das demokratische Gut Privatsphäre auf ganz praktischer Ebene eine Chance zu geben:
Soweit der Heilplan, der als einziges wirkliches Opfer eine erhöhte Aufmerksamkeit und etwas Verzicht verlangt, um erfolgreich zu sein. Und damit das auch mit dem richtigen Wissen im Kopf einhergehen kann, erscheinen in Kürze die kommentierten Links gegen Dateninfantilität.
Noch eine Inspirationsquelle, wenn man in der Lage ist, die richtigen Screenshots anzuklicken ;-). Und hört sich lecker an: Designs Creme. – via Markup Journal
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Manche Rechtssprechung kann schon einmal dafür sorgen, dass Websites vorsorglich geschlossen werden. So geschehen mit immerWinter. Dort wird als Grund auf den ZEIT-Artikel Fröhliche Abmahner verwiesen, der über ein Urteil des berüchtigten Hamburger Landgerichts berichtet, dass die Haftung von Foren-Betreibern ungemein ausgeweitet habe. Zu verdanken haben wir das offensichtlich einem Eigentor eines Forenbetreibers, der es genau wissen wollte.
Aus dem Schneider ist der Forenbetreiber nur, wenn er sich in jedem Einzelfall – und nicht wie üblich pauschal – “konkret und ausdrücklich distanziert”. Sodass “hinreichend deutlich wird, dass es sich dabei um eine solche Äußerung handelt, deren Verbreitung – trotz ihrer Aufnahme in den Internetauftritt – der Inhaber der Domain gerade nicht wünscht”. Dies folge § 54 aus dem Rundfunkstaatsvertrag, der für alle Anbieter journalistisch-redaktionell gestalteter Angebote gelte, und dazu gehörten, man höre und staune, auch Internetforen.
Und wann kommt nun das WordPressPlugin AutoDistanzer. Es würde unter jedem Kommentar und Trackback automatisch einen aus einer Textbaustein-Datenbank ausgewählten Distanzierungtext mit digitaler Signatur und Hinweis auf rechtlichen Beistand platzieren.
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Im März 1996 hatte ich meinen ersten Internettag. Ich brauchte einen halben Tag, um das Modem auf Windows 3.1 brav zum Laufen zu bekommen. Einwahl war für die ersten drei Wochen von Bochum aus Compuserve in Düsseldorf. Danach kam eine lange Zeit mit spannenden Momenten beim Aufreißen der Telefonrechnung, die selten unter 500 DM blieb (zum Glück hatte ich einen sehr guten Studentenjob und verdiente bereits als DJ). Zeitgleich las ich mein erstes echtes Internetbuch, den Klassiker 24 Stunden im 21. Jahrhundert von Peter Glaser – 1. Auflage 1995 bei Zweitausendeins. Dort fand ich auch die Email-Adresse des Autors, den ich beim Wort nahm und sogleich eine Email mit ein paar Fragen schickte. Die Antwort kam so prompt, dass ich erst einmal sprachlos war. Ich komme auf diese Erinnerung, weil heute der erste Teil eines Netzeitung-Interviews mit Peter Glaser erschienen ist: Als das Internet nach Deutschland kam. Der Titel verspricht bis dahin mehr als er hält.
Update: Die Links zum kompletten Interview:
Screencasting ist wohl zur Zeit recht hip, was ich nicht schlimm finde, helfen doch gut gemachte Videotutorials unter Umständen effektiver als bebilderte Texte. Aber da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben. Wer eher auf Screencasting steht, wird sicher das recht neue Screencasting-Projekt learn2use begrüßen, welches Video-Anleitungen unter diversen Kategorien wie Internet, Office, Windows, Mac. Linux und mehr sammelt, die mir beim Durchklicken gerade für Einsteiger recht brauchbar schienen. Wer für seine Videotutorials ein Publikum sucht, kann sie übrigens bei learn2use nach der Registrierung veröffentlichen.
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