Mir ist aufgefallen, dass es häufig Frauen sind, die sich oftmals unter Lebensgefahr und bewundernswert mutig und mit großem Engagement für Menschenrechte in Russland und Tschetschenien, in Afrika, Südamerika und Asien einsetzen. Der Mut der Frauen ist mir heute beim Lesen der taz wieder bewusst geworden, denn es gab gleich 3 Artikel zu entdecken: Eine Israelin, die alle Grenzen überschritt oder wie man als Friedensaktivistin zur Verbrecherin wird. Der Traum von Oslo oder wie die Sängerin Rim Banna den Palästinensern eine Stimme gibt. Medizinische Zeitbomben oder wie die Pharmakologin und Leiterin der nigerianischen Arzneimittelbehörde Dora Akunyili trotz Anschlägen und Morddrohungen seit Jahren gegen den Vertrieb von gefälschten Medikamenten kämpft.
Für mich sind das trotz negativer Umstände positive Nachrichten, die viel zu kurz kommen in der allgemeinen Schlacht um die besten und aktuellsten News, die umso mehr Rendite versprechen, je gewaltätiger, katastrophaler und skandalöser sie sind. Kein Wunder, dass solche fatalistischen Abwehrhaltungen, wie Die machen eh, was sie wollen und Nach mir die Sintflut und Wir sind nur Opfer so weite Verbreitung finden konnten. Das ist vor allen sehr traurig im Hinblick darauf, dass es in Europa zu keiner Zeit mehr Menschen möglich war, sich für die Interessen der Menschen ohne Macht und der Menschheit als solcher, die nur einen Planeten hat, einzusetzen. Ich meine damit nicht nur die Rolle als Aktivist. Bereits im Kleinen gäbe es Tausende von Möglichkeiten, mehrmals im Jahr an die Anderen zu denken, an die, die nichts haben, an die, die für etwas gerechtere Verhältnisse kämpfen und die in der Lage sind, Geld und Zeit zu teilen. So habe ich mich etwas spät an eine Idee für Weihnachten erinnert, die mehrere Vorteile mit sich bringt: Anstatt sich gegenseitig Geschenke zu machen, wird das dafür vorgesehene Geld für eine humanitäre Sache gesammelt und gespendet. Das macht das Weihnachten nicht nur entspannter, sondern man wird hier und dort auch weniger ressourcenfressende Waren und Abfall kaufen. In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern schöne Festtage! Diese möchte ich aber nicht besinnlich nennen, da es diese Besinnlichkeit nur in den Köpfen von Medien- und Meinungsmachern gibt, womit ich bei einem weiteren Thema wäre, über das man sich über die Feiertage unterhalten könnte. ;-))
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Kommentare
1. Marcus am 23. Dezember. 2005 um 16:21
Euch auch ein Schönes Fest und einen Guten Rutsch ins Jahr 2006!
2. Connie am 23. Dezember. 2005 um 16:26
ich bin gerade fasziniert von der Aktion 1000 Frauen für den Friedensnobelpreis und stelle Pläne an, wie die Ausstellung zu bewerkstelligen wäre in Hamburg…
Ich wünsche dir und deiner Familie auch alles Gute und Schöne für die Feiertage und das Neue Jahr!