
Einige Stellen haben mich sehr berührt, an anderen Stellen lachte ich auf ob der Groteske, gefangen war ich von der Spannung und voller Respekt gegenüber der Fähigkeit, mit feiner Ironie das tatsächliche und das seelische Elend zu beschreiben. Als ich es durch hatte, war es wie ein Abschied mit diesem Gefühl, das man hat, wenn ein Buch zum leisen Freund geworden. Die Rede ist von Oliver Twist, meisterhaft geschrieben von Charles Dickens, der selbst das Elend als Kind erlebt hat und mit seinen Büchern für die Rechte der Armen und vor allem der Kinder einstand. Als Ausgabe dieses Klassikers diente mir ein Taschenbuch aus dem geschätzten Insel Verlag (ich kenne kein Taschenbuch von diesem Verlag, das nicht vorbildlich gesetzt). Die für mein Empfinden hervorragende Übersetzung stammt von Gustav Meyrink aus dem Jahre 1914.
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1 Kommentar
1. Onno am 24. Mai. 2006 um 23:55
Dieses Bedauern, wenn ein Buch zu Ende ist, kenne ich. Bei einigen Büchern hält sich das Gefühl über Jahre hinweg. “Leiser Freund” gefällt mir sehr!
(Schönes Bild dazu!)