Ein SEO rät einem Unternehmen, einen Mitarbeiter für das Bloggen abzustellen, denn Weblogs würden von Google geliebt und führten zu einem besseren Ranking. Inhalte spielten keine Rolle. “Hauptsache sei, der Text enthalte möglichst viele Links, die richtigen Key-Words und die Seite werde regelmäßg aktualisiert”, zitiert der Artikel Du bist das Web einen Suchmaschinenoptimierer in der aktuellen Freitag. Kein Wunder, dass angesichts solcher Ansichten der Hype und die Kommerzialisierung das tolle, neue Web 2.0 kaputt machen. Für Peter Praschl war das frühe Bloggen die beste Medizin gegen solcherart Erwartungshaltung an Weblogs, denn “man war noch nicht so umzingelt von all diesen Weltbeherrschungs-, Geld- und Machtfantasien”.
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3 Kommentare
1. Ralph am 12. Februar. 2006 um 18:09
Frage an Tobias Kurfer, Autor des oben verlinkten Artikels: Fing Herr Praschl wirklich im Oktober 2001 mit dem Bloggen an? Glaubt man dem Sofa-Blog, dann war es am 30. Oktober 2000. Mit solchen kleinen Überprüfungen fängt die Sorgfaltspflicht eines Journalisten wohl an, aber klar ist auch, es wird längst nicht so heiß gegessen wie gekocht.
2. Andreas Skowronek am 13. Februar. 2006 um 02:02
Jede Technik wird gesellschaftsfähig, sobald das Gros versteht, wie sie funktioniert. Noch haben hiesige Unternehmen längst nicht gemerkt, wie das geht mit dem Bloggen. Wenn jemand bloggt, ohne richtig zu wissen, wozu er das tut, bringt er oft genug sowas zustande wie die bloggenden Politiker im vergangenen Sommer. Details in meinem Blog unter 37sechsblog
Und selbst wenn irgendwann die hiesigen Unternehmen die Blogosphäre massiv “stürmen” – sie werden erkennbar bleiben. Sonst kommt sowas raus wie einst bei Jamba :-)
In diesem Sinne: Jap, es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht.
3. Ralph am 13. Februar. 2006 um 17:03
Danke für den Hinweis. Das Dumme an solchen Aussagen wie Inhalte sind egal ist, dass der Faktor Aufmerksamkeit und Vernetzung völlig ausgeblendet wird. Ohne irgendwelche für Besucher, Freunde und Quereinsteiger relevanten Inhalte bleibt ein Weblog ein totes unbeachtetes Weblog. Das bedeutet auch, es finden keine gegenseitigen Verlinkungen statt, es werden keine Kommentare ausgetauscht; Postings machen keine Runde in der Blogosphäre, man kommt in keine Blogroll oder öffentliche Bookmarksammlungen. Und mein Eindruck ist, das gerade diese Vernetzung der Postings, Kommentare und Weblogs entscheidend für das Google-Ranking eines Weblogs oder der darauf verlinkten Sites ist.