In dem Insight-Artikel Senfstau im Cyberspace kommt die gleiche Arroganz zum Vorschein, die Homepage-Betreiber zur Boomzeit des Webs erfahren haben, als sie zu den 99 Prozent gehörten, die das Web durch ihre zwecklose Präsenz verstopften. Bezogen auf Weblogs haben die Eliteschreiber nicht begriffen, dass Bloggen keine Veranstaltung von Stars und Fachidioten ist, sondern ein lebendiger Schwarm von Individualisten, die kleine bis grosse Communitys um sich haben, unterhalten, informieren oder einfach ohne Zweck durch Digitalien streifen und ihre Spuren hinterlassen. Und nur manchmal wird die Blogwelt als ganze wirksam, wahrnehmbar, nämlich wenn ein Thema über die speziellen Interessen hinausgeht, wenn spontan Liebeserklärungen quer durch alle Weblogs gehen oder auch Warnungen und Hilferufe. Die Flutkatastrophe und Firefox sind passende Beispiele für den Einfluss von Weblogs auf das Web- und Zeitgeschehen. Was spielt es im Hinblick darauf für eine Rolle, wer das beste Medien-Weblog betreibt? Welchen Erkenntnisgewinn streben die Bestimmer an, wenn sie Senfpanik verbreiten?
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1 Kommentar
1. Alp am 12. Januar. 2005 um 20:54
\”Bezogen auf Weblogs haben die Eliteschreiber nicht begriffen, dass Bloggen keine Veranstaltung von Stars und Fachidioten ist, sondern ein lebendiger Schwarm von Individualisten, die kleine bis grosse Communitys um sich haben, unterhalten, informieren oder einfach ohne Zweck durch Digitalien streifen und ihre Spuren hinterlassen\”
Jep, das beweist schon alleine der Auszug der Weblogs, die der Autor verlinkt.
Diese Autoren scheinen sich sowieso meist nur in einer dieser kleinen Szenen zu bewegen, schreiben dann aber bezogen auf die gesamte Blogosphäre.