1974 habe ich die erste Fussball-WM bewusst miterlebt. Unvergessen das 4:2 im Spiel Deutschland gegen Schweden und das Finale an meinem 13. Geburtstag, das Deutschland glücklich gewann. Seitdem habe ich fast jede WM mehr oder weniger begeistert gesehen, aber das Achtelfinale 2006 schlägt alle Rekorde falscher Abseitsentscheidungen, brutaler Fouls, unansehlichen Gekickes und dreisten Betrugs – für Schwalben und Schauspielkunst, die zu Toren führen, sollte die FIFA nachträglich eine Sperre für das gesamte Turnier aussprechen, dann wären der Elfmeter für Italien und das Freistosstor für Frankreich zum 1:2 vielleicht nicht passiert. Und als ob das noch nicht reichen würde, nein, ein arrogantes Gekicke wie das von Brasilien gegen Ghana wird auch noch mit einen Abseitstor belohnt, das Ghana dann den Mut nahm. Diese Fussball-WM macht keinen Spass mehr und es bleibt nur die Hoffnung, dass im Viertelfinale wieder Fussball gespielt wird und die Schiedsrichter nicht auf Betrüger hineinfallen und brutale Treter sofort in die Kabine schicken, anstatt normales Fussballgerangel mit Gelb zu bestrafen. Oder wird die Fussball-WM umso härter, je höher die Prämien und je erfolgreicher die Abschaffung des Fingerspitzengefühls der Schiedsrichter durch FIFA-Richtlinien sind?
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