Das Thema Weblogs scheint langsam zur Thesensau zu werden, plötzlich spiegeln sich die Probleme der Welt und damit der Unternehmen darin. Ein Aufmerksamkeit heischendes Schwarz-Weiss-Denken wird aufgefahren, Dichotomien werden bemüht, die eher an den kalten Krieg als an seriöses Nachdenken erinnern. Die Sieben Thesen über Weblogs auf prportal.de gehören in die Kategorie der generalstabsmässigen Vereinnahmung eines eher kulturellen als ökonomischen Internet-Phänomens: “Strohfeuer oder Revolution?”, “Anarchie oder Demokratie?” wird dort rhetorisch gefragt, um festzustellen, dass eine wie auch immer geartete “Unternehmenskommunikation” neu “justiert” werden müsse und dass es für “Unternehmen” umso wichtiger werde, “Kontakte zu wichtigen Bloggern aufzubauen und zu pflegen”, als ob die Wichtigkeit eines solchen nicht von tausend anderen abhängt und als ob die persönliche Wichtigkeit im Internet stabile austauschbare Masse sei, die man ausquetschen könne wie “Human Resources”. – Weitere Thesen und Gedanken zum Thema neue Wichtigkeit von Weblogs finden sich in den gesammelten Links von Jörg Petermann.
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