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“Aufbau Ost” 1940 und 1990

9. Januar 2005 um 14:25

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Kommentare

  • 1. at am 10. Januar. 2005 um 09:50

    Es empfiehlt sich aber schon, einerseits \”Bild\”-Sprech und Schönfärbereien für skandalöse Sachverhalte sowie andererseits sinnvolle Verdeutlichungen auseinanderzuhalten. — Zu welcher Kategorie \”Unwort\”, \”Elendsviertel\”, \”arbeitsunwillig\”, \”sprachkritisch\” oder \”Unmensch\” gehören, sollte bei dieser Gelegenheit vielleicht auch geklärt werden.

  • 2. Ralph am 10. Januar. 2005 um 11:57

    Ich bin offen für jede Klärung, nur zu! Welche Kategorie denkst Du Dir für das Wort Elendsviertel?

  • 3. at am 10. Januar. 2005 um 12:21

    \”Elendsviertel\” ist meines Erachtens eine boulevard-kompatible Umschreibung für einen stark verarmten und verwahrlosten Stadtteil.
    Aber mir geht es darum, dass es eben keine Klärung geben kann. Behördliche und juristische deutsche Sprache hört sich heute so an wie auch schon vor siebzig Jahren. Dass sie sich auch außerhalb ihres eigentlichen Einsatzzweckes verbreitet, liegt an den den vielen Juristen und Beamten innerhalb der Politik und den Journalisten, die nur noch zitieren, statt die Information verständlich aufzubereiten — ohne sie natürlich wie \”Bild\” auf Kindergarten-Niveau zu skalieren.
    Letztlich kommt es ja auch auf den Zusammenhang an, denn längst nicht jede \”Umsiedlung\” oder \”Sonderbehandlung\” verhönt ihre \”Objekte\”, während sich andere Begriffe gewissermaßen von selbst verbieten. Nur sollte man eben in keine Hysterie verfallen, also nicht mit dem Hakenkreuz auch gleich den rechten Winkel tilgen.

Bottombar