Im Interview berichtet Jens Berger über das, was Wut macht an der gegenwärtigen Politik, über sein Selbstverständnis als Blogger, über die Bedeutung von Weblogs und das “flickr-Desaster”: Wirkungsvoll gegen Meinungsmainstream
Die Welt verbessern. Neben dem Schimpfwort eine monströse Selbstüberschätzung. Vielleicht kommt daher auch der Spott. Verbesserung hört sich an wie Fassade streichen. Und die Welt? “Wir wissen nicht genau, wohin wir gehn, wir wissen nicht ‘mal, wo wir jetzt grad stehn.” aber klug ist der Gebrauch der Vernunft.
Manuela Hoffmann hat einmal mehr einen interessanten Artikel für ambitionierte CSS-Coder entdeckt. Unter Skalierbare Buttons mit runden Ecken dank PNG stellt sie uns Scalable CSS Buttons Using PNG and Background Colors von David Hellsing vor. Eine runde Sache ;).

Der wilde Lichtfang in einem anderen Licht. - © 2007 Ralph Segert
Mal schnell reingehackt, mir fällt eh nicht viel ein zur Krise des Web 2.0, ich nutze eh keinen zentralen “sozialen” Dienst und vermeide eh jeden Überfluss-Account. Nun gut, die Links, die mir über den Weg liefen. Sozial gepostet: etc.pp: Web X: “Traurig stimmt allein, dass eine community nach der anderen auf Sicht verlieren wird.” So ist das, wenn Community gleich Cohle sein soll. ++ Telepolis: Der Fall Flickr: Soziale Netzwerke als Ware: “Die vom Internetgiganten Yahoo aufgekaufte Fotografier-Community Flickr… Meine Herren, sind das Satzanfangsboliden! ++ Leerlaufprozess meldet: “Der Schockwellenreiter bastelt sogar schon an einer p2p-Möglichkeit, die Monopole auf soziale Vernetzung verhindern würde.” Ich weiss das schon lange, der Herrr Kantel rettet das Web ;). ++ Webkompetenz-Blog: Web 2.0 und der Eiffelturm bei Nacht: “Erstens ist es offenbar mittlerweile gar kein großes technisches Problem mehr für größere Site-Anbieter, ganze Länder und Staaten vom Zugriff auf ihre Inhalte oder auf bestimmte ihrer Inhalte auszuschließen.” Von da aus zur Frage: Erstickt Web 2.0 an seiner eigenen Freiheit?. *Röchel* - Ey com, noch einen drauf: Versionsnummern, erklärt via Lazertus

© 2007 Ralph Segert
Mit Klikkmaster XL gibt es endlich eine Lösung für eine klickvernarrte Usergemeinde. Denn was Du schon immer über Dein Klickverhalten wissen wolltest, kannst Du mit einem einfachen Extraklick erfahren. Dieser eine Klick generiert ruckzuck feine Protokolle, die im Browser angezeigt, aber auch in diverse Formate exportiert werden können, darunter das Excel-Format, HTML und sogar als fix und fertiges WordPress-Posting. Für einen sauberen Überblick sorgen fein formatierte Klickprotokolle, wie das folgende Beispiel zeigt:
Klickprotokoll vom 22.5.2007
19:33:45 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9 : “Alle Konten abrufen”
19:33:46 : Firefox 2.0.0.0.0.4 : google.de : Suchstring: “Wer hat Angst vor Big Brother”
19:33:52 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9 : “Alle Konten abrufen”
19:33:55 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9 : Nachricht: “Re: Leck mich am Arsch”
19:34:42 : RSS-Reader 2.1.2.3458452 : “Alle Abonnenten aktualisieren” (897)
19:34:45 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9 : “Alle Konten abrufen”
19:34:49 : Microsoft Word 98.0.23.2 : “Mein geheimnisvolles Tagebuch”
19:35:02 : RSS-Reader 2.1.2.3458452 : Headline: “Heise Newsticker: Google kauft Web 2.0″
19:35:15 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9 : “Alle Konten abrufen”
Schlägt da das Datenherz nicht höher? Dieses kleine Beispiel, das übrigens von meinem Nachbarn stammt, zeigt eindrucksvoll die sinnvolle Konzentration auf wesentliche Daten. Zudem können die Protokolle automatisch an beliebig viele Empfänger via HTML-Email verschickt werden. Schön sind auch die sogenannten Klikk and Hitlists, damit Du Deine Klickfavoriten stets im Blick hast und jederzeit weisst, was Deine Finger geleistet haben:
Klikkfavoriten am 22.5.2007
11712 : Firefox 2.0.0.0.0.4
4786 : Thunderbird 2.0.0.1.0.9
3244 : Vienna 2.1.2.3458452
Diese Klickhits sind selbstverständlich nicht manipulierbar (selbst der CCC soll daran gescheitert sein, wie mir ein Insider ins Ohr flüsterte), so dass Du mit gutem Gefühl an diversen im Internet kursierenden Highscores teilnehmen kannst. Zudem sind sie differenzierbar: Es gibt Klikk and Hitlists für Software und für Dateien, die du aufgerufen hast, sortierbar nach Typ. So kannst Du sicher gehen, dass Du nicht schummelst, wenn Du mitteilen willst, wie oft Du einen Song gehört oder das Bild Deiner Freundin angesehen hast. ;-)
Ein Feature der kostenfreien Grundversion von Klikkmaster XL ist die Anbindung an die Bundeszentrale für Bürgerdaten (BfB). Einmal täglich sendet Klikkmaster automatisch alle Klickdaten an die BfB. Jeder User ist somit ein Helfer im Kampf gegen staatlichen Datenmangel. “Ihre Daten gegen Terrorbürger” ist nicht umsonst der Slogan der BfB. Der Clou: Zur Belohnung für alle User, die Klikkmaster mindestens 6 Monate im Einsatz haben, gibt es ab dem 1. Juli kostenfrei Klikkmaster XXL Pro für Windows, Mac und Linux. Klikkmaster XXL Pro enhält zusätzliche Features wie Scrollweganalyse, Doppelklickzähler und Hitlisting der besuchten Websites. Wer kann denn jetzt noch Nein sagen! Zur Download-Seite.

© 2007 Ralph Segert

© 2007 Ralph Segert

Es gibt Wendungen, die sind einfach einmalig. ;) Foto: VonRalle
Vor Jahren, als Windows und Router für einen Otto-Normal-User noch eine riesige Zumutung und Glücksspiel waren, passierte es, dass ich nach 2768 vergeblichen Versuchen kurzerhand einen Hammer nahm und den “Fuck-Router” brutal und ohne Gnade in der Küche zertrümmerte (Hartplastik kann ganz schön widerständig sein). Verena kam hinzu und wollte auch unbedingt das Objekt der Hassabfuhr traktieren, was das Zeug hält. Allerdings hat sie sich dafür keinen Bikini angezogen, wie Tatjana Kraslova es für den Film Apfel Q getan hat, was nicht heißt, dass ich das bei nächster Gelegenheit nicht anregen würde. Schade ist, dass man das nicht mit mancher Software machen kann, denn schliesslich kann die Hardware oftmals nichts dazu, wenn elementare IT-Dinge einfach nicht funktionieren wollen. Gibt es immer noch keinen Ego-Shooter für Software? - Via Titanic. - Bildnachweis: Bikinirama
Das, was ich bisher über die sogenannte flickr-Zensur las, zeigt mehr oder weniger große Empörung quer durch Deutschblogistan. Das schöne neue Web 2.0 verliert seine Unschuld, die Begeisterung weicht der Skepsis. Dabei gehört flickr dem Konzern Yahoo und der filtert wie Google schon länger. Stichwort China. Zudem hilft Yahoo dabei, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten in den Knast zu bringen. Der Artikel China und das Internet auf Spreeblick rollt diese Vorkommnisse noch einmal kompakt auf, sehr interessant im Zusammenhang mit dem aktuellen flickr-Skandal. Update: Vorsatz: Lieber länger und mehr lesen und dann urteilen. Aber urteilt selbst: Das China-Syndrom. Danach bitte bei Lust auch den kritischen Kommentar von Andreas Haerter beachten. Update II: Auch die sind nicht ohne: Das Internet, die Menschen und China sowie das visuelle Statement Statt vieler Worte….
Sehr geehrter Herr Innenminister,
ich bewundere Sie sehr! Ihre öffentlichen Clous sind einfach genial, Ihr geduldiges Streben historisch! Wie überrascht ich war, als Sie aus dem Nichts eine europaweite Datei für rechtsextreme Feiglinge gegen den Widerstand von SPD und Grünen durchsetzten und damit die Herzen aller egalitär gesinnten Menschen gewannen. Die Zunahme rechtsextremer Gewalt müsse jetzt gestoppt werden, war und ist Ihre Maxime. Wie engagiert Sie in jedem Interview betonten, dass der Rechtsextremismus vor allem im Osten Akzeptanz und Rückendeckung bei Beamten, Politikern und vielen kleinstädtischen Bewohnern finde und dass der alltägliche Wahnsinn eingedämmt werden müsse! Wie sie authentisch, ja! emotional darlegten, wie feige die Rechtsradikalen agierten und dass der Rechtsextremismus von “erbärmlichen und feigen Männer” getragen werde, die oft mit deutlicher Überzahl friedliche Menschen überfallen und schwer verletzen würden und deren Verrohung nicht zuletzt Folge einer “heuchlerichen Sozialpolitik” sei. Der Aufschrei in Ihrer Fraktion war beeindruckend und selbst die Fernsehleute wussten zuerst nicht, wie sie damit umgehen sollten. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wieviel Respekt wir Ihnen zollen, weil Sie den Mut aufbrachten, gegen Ihre Fraktion die strenge Disziplinierung und bundesweite Fortbildung der Polizei einzufordern, damit sich dort endlich “demokratische Gesinnung” festige. Unvergessen auch, wie Sie dem grosskoalitionären Polittubbie Angela Merkel öffentlich und vehement in die Pflicht nahmen und ohne Kompromisse ein Millardenprogramm zur Resozialisierung rechtsextremer Jugendlicher und Funktionäre einforderten. Auch den Zentralrat der Juden konnten Sie dafür gewinnen, obwohl er sich seit Jahren nur noch für die symbolische Rechtfertigung seiner Existenz einsetzte. Vorbildlich haben Sie zudem die echten Zahlen rechtsextremer Morde in die öffentliche Debatte geworfen, für eine neue NPD-Verbotsinitiative gekämpft und zudem immer wieder gefordert, dass unser Rechtsstaat dem Verfassungsschutz verbieten müsse, “Kriminielle im Dienste des Staates” einzusetzen. Als Sie auf dem Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung mit “Anfällen von Realitätsverlust” (Springerpresse) auf eine lebendige “Internetszene” hinwiesen, die Respekt verdiene, weil sie sensibel und schnell auf antidemokratische Tendenzen in Politik und Gesellschaft reagiere, da war das Misstrauen gegen Ihr Amt kein Wort mehr wert. Ich war baff vor Staunen, als Sie einer pikierten Christiansen einige Beispiellinks ins Mikrofon buchstabierten und - ohne sich unterbrechen zu lassen - Texte und Initiativen von Bloggern und Aktivisten aufzählten, die belegen würden, dass wir bei soviel Engagement und Wachsamkeit keine Angst um unsere Demokratie haben müssten. Was soll ich noch weiter schreiben, Sie sind der beste Innenminister, den ich in meinem Leben erlebt habe. Freiwillig würde ich Sie einige Stunden in der Woche in Ihrem Rollstuhl spazieren fahren, wenn es mir erlaubt wäre. Für Ihre zukunftsweisende Arbeit möchte ich mich auch im Namen meiner Familie und Freunde von ganzem Herzen bedanken.

Bildnachweis: die tageszeitung


© 2007 Ralph Segert
Im Webkompetenz-Forum von Stefan Münz wird über meinen 20-Punkte-Heilplan kritisch diskutiert. Ich vermute, dort hat niemand etwas dagegen, wenn noch ein paar andere Leute ihren Senf hinterlassen würden. ;-)
Sehr sehr cool und was ich schon lange vermisse: Entitäten für Sonderzeichen komfortabel finden mit dem Tool HTML Entity Character Lookup. Für Macianer gibt es das auch als Dashboard Widget (endlich einmal eines, das mir sinnvoll erscheint ;-). Das Tool funktioniert richtig schnell, nach Eintrag eines Sonderzeichens erscheint das Ergebnis fast sofort. Zudem haben die Entwickler weit und klug gedacht, denn man gebe z.B. einfach ein A oder O ein und schon erscheinen alle möglichen Zeichen-Entities, die der erfreute User dann mittels eines Mausklicks in die Zwischenablage kopieren kann. Leute, wenn das nicht begeistert, was dann! - via F-LOG-GE
Sehr interessanter Bericht von Christiane Link über ihre Erfahrung bei der Nachrichtenagentur dpa und den Druck, dem man dort ausgesetzt sein kann: Die Leserschaft zeigt sich bestürzt.
Ich finde ich es bemerkenswert, wie viele Tageszeitungen die falsche Meldung am Montag dann auch noch in die Blätter hoben und Dinge hinzudichteten, obwohl der Fehler in Kleinbloggersdorf längst bekannt war. Das heißt, da fahren x Journalisten nach Heiligendamm, weit mehr sitzen daheim in der Redaktion und brüten über den besten Leadsatz und keiner kommt mal auf die Idee, bei Technorati vorbeizuschauen.
Wer das Thema verpasst hat, lese vorher beim Spiegelfechter SPON strickt an der Rostock-Legende.

© 2007 Ralph Segert

© 2007 Ralph Segert
Der 20-Punkte-Heilplan gegen Dateninfantilität zieht langsam seine Kreise im Netz, was doch erfreulich ist. Erfreulich ist auch ein Text von dem optimistischen Journalisten Joachim Dethlefs, der seinen Lesern Fünf Informationsmöglichkeiten zum Thema Datenschutz zur dringenden Beachtung vorstellt. Und wie dringend es ist, sieht man daran, dass der Wahnsinn ungebremst weitergeht. Denn Minister Unersättlich plant Biometrie-Ausweise für Ausländer:
Die Bundesregierung plant die Abnahme der Fingerabdrücke auch von Ausländern, die schon länger in Deutschland leben: eine elektronische Aufenthaltskarte ist in Vorbereitung. Zudem will der Innenminister vorliegende Daten zentral speichern
Mit den Minderheiten anfangen, das ist eine Methode der Sicherheitsfanatiker, später sammelt man dann zentral die Fingerabdrücke der gesamten Bevölkerung. Geradezu unerhört für mich. War es nicht lange eine Selbstverständlichkeit, dass Fingerabdrücke erst dann genommen werden dürfen, wenn man einer Straftat überführt worden ist? Es wird Zeit, darüber nachzudenken, wie man z.B. die Einführung biometrischer Personalausweise boykottieren könnte, ausser durch Auswandern.
Zum Thema Fingerabdrücke passt ein taz-Artikel über den Prümer Vertag, der den Datenabgleich von DNA-Proben und Fingerabdrücken in bisher 17 EU-Mitgliedstaaten erlaubt. Interessant auch: Europas Dateien.
Alan Pearce erkärt uns auf A List Apart Multi-Column Layouts Climb Out of the Box. Zwar bereits im Februar 2007 veröffentlicht, aber noch lange nicht veraltet. Kurz: Klasse!
Ich mag zwar die Musik von Herbert Grönemeyer seit eh ohjeh nicht, aber vor seinen Handlungen und klaren Worten habe ich großen Respekt. Im taz-Interview berichtet er über seine Afrika-Erfahrung, Motive seines Engangements und warum er niemals Politikereinladungen annehme: “Politiker wollen einen nur aufessen”:
Deutschland ist nach wie vor einer der größten Waffenexporteure weltweit. Jeder Konflikt, jeder Krieg ist also im Interesse der deutschen Wirtschaft. Da kann Frau Merkel zehnmal Pfarrerstochter sein.
Doch ja, diese Opera-Schnellwahl im leeren Tab finde ich auch klasse. Und wer es genauer wissen will, surfe schnell ma zu Operas Schnellwahl tunen.
Anleitung für Einsteiger: How to Use … YiGG.de. Wo? Auf YiGG.de