In den letzten Tagen und Nächten bin ich mal wieder abgetaucht in die freie Blogarbeit, heraus kamen ein Interview mit DJ Robert Soko, dem Begründer der BalkanBeats sowie eine Rezension über das sehr empfehlenswerte Buch Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen von Josef H. Reichholf. Bitte schöööön!
Den coolen Peter Oakley alias Geriatric1927 in der Frühe begeistert vorgestellt und 2 Stunden später bereits mit der Google Blog-Suche Beta gefunden. Immerhin ;).
Regen ohne Wind im Mai, wenn es bereits warm ist, ist etwas sehr feines. So kann man hier und dort sogar kleine Wasserdiamanten entdecken. Da sage noch jemand, die Natur verstehe sich nicht zu schmücken!

© 2007 Ralph Segert
Auch kann das feine Blattwerk manchmal zum kleinen Wasserwerk werden und kleine und große Speicher anlegen:

© 2007 Ralph Segert
Hier geht auch was ab, wurde was angedacht und wir suchen DJays.
Yep, das ist doch eine gute Idee auf ogeeBloggin’, einfach einmal kurz und knapp aufzulisten, welche Daten Google so sammelt.
Beim Durchlesen der Liste fiel mir eine Alltagserfahrung wieder ein, nämlich wieviele Websites Google Analytics benutzen, kaum eine scheint es nicht zu tun. Ein Firefox-Plugin wie “NoScript” macht darauf aufmerksam.
Idee für einen Blog-Karneval: Suche Deinen Vor- und Nachnamen bei Google und persifliere eine Auswahl der ersten 20 Suchergebnisse. Lese zuvor Wohlfühlen in der Orwellness von Peter Glaser oder fühle Dich beim Texten völlig frei von Wörtern wie “Datenröntgen”.
SEO Template for Wordpress und Leute wie mich, die gerne mal ein Wordpress für Einzelhändler, Stiftungen und Vereine aufsetzen, ohne dass die Kunden damit bloggen wollten. Ein Danke an Alexander Sczakiel von Stereophone.
Google will noch mehr persönliche Daten der Benutzer sammeln und offenbart eine Art modernen imperialen Größenwahn:
Ziel sei es, so sagte Google-CEO Eric Schmidt laut Financial Times, möglichst viele persönliche Daten zu sammeln, so dass man den Benutzern eines Tages sagen könne, welchen Job sie nehmen und was sie morgen machen sollen. Nebenbei würde dadurch das Unternehmen an Einfluss gewinnen, das sich der Mission verschrieben hat, die Informationen der ganzen Welt zu organisieren.
Bitte in dem Zusammenhang auch den Heilplan gegen Dateninfantilität weiterreichen.
Die Contentschmiede hat sie gefunden, die 165 verschiedene Vektor-Icons auf liquidicity.
Heute tatsächlich etwas für die webdesignerische Fortbildung getan (so früh schon ;-) und den Links im Webkrauts-Posting Wissenswertes über XHTML 2 und HTML 5 gefolgt. Dabei mal gleich die Webkrauts in die Blogrolle aufgenommen und das Webkompetenz-Blog von Stefan Münz gleich dazu. Ich übertreffe mich heute!
Kommt es dir auch manchmal so vor, als würden dich nur Robots und Spambots lesen?
Wer von Euch wollte in seinem Leben nicht einmal ein großer Schriftsteller werden und war nahe dran, seine Lebensgeschichte einem großen Verlag zuzusenden. Gebts zu! Aber auch alle die frei davon waren, könnten mit Interesse ein unterhaltsames Interview mit dem Meisterlektor Wolfgang Matz lesen: “Natürlich ist es Idealismus”
Über das Königsblaue Jahrhunderttrottel habe ich großzügig hinwegelesen, der Rest soll zur tröstenden Erkenntnis über den deutschen Fußball gereicht werden: “Es ist das alles allzu tränentreibend bescheuert.”

An das Wunder von Gelsenkirchen habe ich schon letzten Samstag geglaubt, wohl um mich nach diesem Krampenspiel zu trösten. Und zu dem Satz mit war wohl nix fällt mir ein, dass ich beim Schalke-Spiel in Bochum mit Verena und meinem Sohn Luis in der Ostkurve war. Da habe ich nach sieben Jahren Westerholt und zwei Jahren intensivem Schalkegucken gemerkt, dass ich mein VfL-Herz an Schalke 04 verloren habe. Ich wohnte zwischen 1966 und 72 an der Castroper Straße und erlebte den Bochumer Bundesliga-Aufstieg mit. Später waren Tenhagen und Jupp Kaczor meine Lieblingsspieler. Als ich nun letztens im VfL-Stadion wieder dieses typische VFL hörte, kam ein wenig Wehmut auf. Aber es nützte alles nichts, während mein Sohn im Taumel jubelte und jedes Schalker Tackling als Foul verfluchte, ärgerte ich mich offen über das Schalker Unvermögen. Zuletzt bekamen Verena und ich von ein paar Bochumer Fans noch Trost gespendet. Überhaupt haben wir uns gewundert, wieviele in der Ostkurve gejubelt haben, als das Tor für Schalke 04 fiel. Insgesamt fühlte sich das wie ein wenig Ruhrstadt an.
Die Liste der Änderungen und die Bearbeitung von 250 Fehlerberichten (sind die Fehler dadurch behoben? ;-) reizt ja schon ein wenig zum Update. Meckerei und Begeisterung halten sich wohl die Waage, aber ich warte noch ein Weilchen.
Das Schöne an einem Plugin-Karneval ist, dass die fleissigen Macher eine Runde verdienter Aufmerksamkeit in Form von Links bekommen (bei der Menge kann man schon mal eine Pluginitis bekommen, so ein Blog-Karneval kann ganz schön wild werden). Denn was wären WP-Blogger im besonderen ohne die kostenfreie Arbeit spezialisierter Netizens, was wären Blogger im Allgemeinen ohne diese fleissigen Webbienen? Was wäre überhaupt das Web 2.0 der Kommerzkrieger, ohne das Web 0.1 der vielen, die das WWW seit 13 oder 14 Jahren mit Content und Hyperlinks, mit Open Source Technik und Know How versorgen? Nichts wohl. Oder höchstens ein riesiger Onlineshop mit ein paar Online-Zeitungen, deren Artikel niemand bespricht und verlinkt. Man stelle sich Google in so einem Web vor. Und die, die den großen Schrottplatz Internet herbeireden, vergessen allzugern, dass der gröbste Schrott mit angestrebter Durchkommerzialisierung des Webs entsteht, inhaltlich wie gedanklich. Es wird nicht alles unter den Sternen von Euro und Dollar stehen, dafür werden weiterhin die unzähligen kleinen und großen, kontroversen und freundschaftlichen, verrückten und verschworenen Linkgemeinschaften sorgen. Meine Hoffnung ist zudem, dass sich bei der gegenwärtigen Entwicklung zur Orwellness ein starker politischer Gegenwind Richtung Stasi 2.0-Koalition entwickle, die dringend stärker unter öffentlichem Druck gesetzt werden muss. Die Stimmen gegen die Verfassungsfeinde im Bundestag liessen sich sicher vermehren mit kreativen Ideen und Einsatz im virtuellen wie im realen Leben. Prost!
Ich glaube, ich erlebe zur Zeit meinen zweiten DJ-Frühling. Ich hatte einen wunderbaren Tanz in den Mai und beim Digitalisieren meiner Sammlung entdecke ich eine Jazz Funk Soul Latin Worldbeatz-Perle nach der anderen. Zur Zeit bereite ich ein völlig neues, abgefahrens rare-goove-Set vor mit vielen Stücken unter 2:30. Fehlt nur noch ein Laden dafür, da es leider im FZW zu wenig Unterstützung gibt, obwohl die beiden Abende gezeigt haben, dass die Leute richtig heiss sein können auf diese Musik. Aber ohne Werbung bleiben es zu wenig Gäste. Nun, dann werde ich in nächster Zeit in Dortmund Klinken putzen und Compilations verteilen. Eine Site zur Bewerbung meiner DJ-Dienste steht bereits. Auf der gebe ich Termine bekannt, bespreche Links und vor allem Mucke und nochmals Mucke, wie man bereits jetzt lesen und sehen kann.
Zivilisationskrankheiten gibt es viele und täglich kommen neue hinzu. Aktuell fällt mir die landesweite Präsenz einer kulturellen Krankheit auf, die ich Dateninfantilität nenne. Die Symptome reichen von Schulterzucken bei Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Web 2.0-Kapitalismus, Kundenkarten und Googlemacht bis hin zu den berühmten drei Affen: Die Betroffenen reagieren von euphorisch bis aggressiv unter dem Motto: Wir wollen nichts sehen, nichts hören und unsere Privatsphäre ist uns scheissegal. Heilbar scheint mir das nicht zu sein. Nur wer einen Ansatz von Webkompetenz entwickelt hat, ab und zu seiner Gleichgültigkeit misstraut und ein gewisses Unbehagen beim Verbreiten seiner Daten verspürt, darf auf Genesung hoffen. Der folgende 20-Punkte-Heilplan könnte helfen, dem Verantwortungsgefühl für das demokratische Gut Privatsphäre auf ganz praktischer Ebene eine Chance zu geben:
Soweit der Heilplan, der als einziges wirkliches Opfer eine erhöhte Aufmerksamkeit und etwas Verzicht verlangt, um erfolgreich zu sein. Und damit das auch mit dem richtigen Wissen im Kopf einhergehen kann, erscheinen in Kürze die kommentierten Links gegen Dateninfantilität.
Noch eine Inspirationsquelle, wenn man in der Lage ist, die richtigen Screenshots anzuklicken ;-). Und hört sich lecker an: Designs Creme. - via Markup Journal
Manche Rechtssprechung kann schon einmal dafür sorgen, dass Websites vorsorglich geschlossen werden. So geschehen mit immerWinter. Dort wird als Grund auf den ZEIT-Artikel Fröhliche Abmahner verwiesen, der über ein Urteil des berüchtigten Hamburger Landgerichts berichtet, dass die Haftung von Foren-Betreibern ungemein ausgeweitet habe. Zu verdanken haben wir das offensichtlich einem Eigentor eines Forenbetreibers, der es genau wissen wollte.
Aus dem Schneider ist der Forenbetreiber nur, wenn er sich in jedem Einzelfall - und nicht wie üblich pauschal - “konkret und ausdrücklich distanziert”. Sodass “hinreichend deutlich wird, dass es sich dabei um eine solche Äußerung handelt, deren Verbreitung - trotz ihrer Aufnahme in den Internetauftritt - der Inhaber der Domain gerade nicht wünscht”. Dies folge § 54 aus dem Rundfunkstaatsvertrag, der für alle Anbieter journalistisch-redaktionell gestalteter Angebote gelte, und dazu gehörten, man höre und staune, auch Internetforen.
Und wann kommt nun das WordPressPlugin AutoDistanzer. Es würde unter jedem Kommentar und Trackback automatisch einen aus einer Textbaustein-Datenbank ausgewählten Distanzierungtext mit digitaler Signatur und Hinweis auf rechtlichen Beistand platzieren.
Im März 1996 hatte ich meinen ersten Internettag. Ich brauchte einen halben Tag, um das Modem auf Windows 3.1 brav zum Laufen zu bekommen. Einwahl war für die ersten drei Wochen von Bochum aus Compuserve in Düsseldorf. Danach kam eine lange Zeit mit spannenden Momenten beim Aufreißen der Telefonrechnung, die selten unter 500 DM blieb (zum Glück hatte ich einen sehr guten Studentenjob und verdiente bereits als DJ). Zeitgleich las ich mein erstes echtes Internetbuch, den Klassiker 24 Stunden im 21. Jahrhundert von Peter Glaser - 1. Auflage 1995 bei Zweitausendeins. Dort fand ich auch die Email-Adresse des Autors, den ich beim Wort nahm und sogleich eine Email mit ein paar Fragen schickte. Die Antwort kam so prompt, dass ich erst einmal sprachlos war. Ich komme auf diese Erinnerung, weil heute der erste Teil eines Netzeitung-Interviews mit Peter Glaser erschienen ist: Als das Internet nach Deutschland kam. Der Titel verspricht bis dahin mehr als er hält.
Update: Die Links zum kompletten Interview: