ExpressionEngine: Argumente für Entscheider

15.07.2009 um 14:22   Tags:        Views: 22347

Der folgende Text spricht Entscheider an, die ein großes oder mehrere Webprojekte mit einem äusserst flexiblen, sehr sicherem und zugleich preisgünstigen Content Management System (in der Folge CMS) verwalten und pflegen wollen. Dazu möchte ich allgemeinverständlich und ohne technisches Kauderwelsch die Vorteile der Software ExpressionEngine auf den Punkt bringen.

Für die kostenpflichtigen Vollversionen von ExpressioEngine gibt es 2 Lizenzen. Die Lizenz für nicht-kommerzielle Sites kostet 149,95 Dollar, die Lizenz für kommerzielle Projekte beträgt 299,95 Dollar. Die Lizenzen sind zeitlich unbegrenzt gültig und berechtigen zudem ein Jahr lang zu kostenfreien Updates. Eine Verlängerung der Update-Option kosten 49 Dollar im Jahr. Ein Vergleich der Lizenzen zeigt die Seite Pricing. Weiterführende Links:

Kommentare (15)

Manuel Schmöllerl schrieb am 16.07.2009 um 7:46:

Ich bin jetzt schon länger auf der Suche nach einem alternativen System. Zu Beginn habe ich mit Typo3 Webseiten umgesetzt. Da meine Kunden aber teilweise nicht durchblickten, bin ich dann auf Redaxo umgestiegen, welches relativ flexibel ist aber natürlich seine Grenzen hat.
Nach dem Durchlesen dieses Artikels, werde ich mir ExpressionEngine einmal genauer ansehen. Gibt es bei EE eigentlich auch ein sinnvolles Shop-Modul?

Ralph Segert schrieb am 16.07.2009 um 11:37:

Soviel ich weiss, gibt es kein Shop-Modul. Aber wer weiss, vielleicht gibt es eins in der für dieses Jahr angekündigten Version 2.0 von EE.

Tekl schrieb am 16.07.2009 um 17:20:

In der Auflistung sind einige Fehler:
- Nur weil wenig Sicherheitslücken explizit gefixt wurden, heißt das nicht, dass keine vorhanden sind. Es heißt nur, dass sie entweder nicht gefunden wurden, oder evtl. stillschweigend in einem Update gefixt wurden.
- Der Verzicht auf PHP in den Templates bedeutet nicht, dass jeder damit zurecht kommt. Es ist zwar für einen Nicht-PHPler am Anfang einfacher, aber wenn man an die Grenzen stößt, hat man das Problem mit dem Insiderwissen um so stärker. Die Syntax muss zudem trotzdem erlernt werden und PHP-Wissen ist auch kein Insiderwissen, wie es das Argument impliziert.
Die meisten der genannten Vorteile treffen zudem nicht nur auf EE zu, sondern auch auf viele andere System. Als Beispiel sei mal Drupal genannt, welches gegenüber EE einige Vor- aber auch Nachteile hat.
Vorteile:
- Komplett OpenSource, EE hat ist nur in der Basis-Version kostenlos, und man muss auch noch die Lizenzbedingungen berücksichtigen.
- Die meisten und wichtigsten Module sind ebenfalls kostenlos, bei EE kommen da schnell Zusatzkosten hinzu
- Unendliche Anpassungsfähigkeit, da alles auf PHP basiert und jede Ausgabe überschrieben und verändert werden kann (Hooks)
- Schnellere Templates, da keine spezielle Template-Sprache geparst werden muss. EE kann seinen Nachteil da zwar durch Caching ausgleichen, aber das nützt nichts, wenn man ggf. nicht auf Caching zurückgreifen kann.
Nachteile:
- Einstieg in die Tiefe ist relativ zeitaufwändig
- Verstreute und unübersichtliche Online-Dokumentation
- Die hohe Anzahl an Modulen macht die Wahl oft zur Qual
- Einige Module erhöhen die Systemanforderungen sehr stark (wie das bei EE aussieht weiß ich nicht)

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) schrieb am 17.07.2009 um 11:23:

Wieso nicht wordpress, joomla od. drupal verwenden?
Für Blogs ist Wordpress m.M.n. herausragend.
drupal ist ein sehr ausgereiftes CMS mit dem fast alles zu realisieren ist.

Beck schrieb am 17.07.2009 um 13:19:

Es gibt keine Internetsoftware ohne Sicherheitlücken. Früher oder später tauchen immer welche auf, vor allem wenn die Software populärer wird. Expression Engine ist nun ja keine unbekannte Software und es fällt auf, dass mir bis heute keine Update wegen einer Sicherheitslücke untergekommen ist.

Carola schrieb am 17.07.2009 um 14:59:

>Wieso nicht wordpress, joomla od. drupal verwenden?

Da wir auch EE verwenden, beantworte ich das gerne mal aus meiner Sicht: Wordpress kann nicht genug, und wer mit Wordpress eine wirlich große Site baut, hat es auch nicht besser verdient.

Joomla ist bei weitem nicht so enduserfreundlich (sondern eine Qual) und Drupal hat mir einfach absolut nicht so gut gefallen.

Abgesehen davon verstehe ich nicht, wieso hier so rumgenölt wird :-) ich freue mich einfach immer wieder, dass es so viele unterschiedliche Redaktionssysteme gibt und jeder ein bevorzugtes finden kann, aber eine
NEUIGKEIT ist das ja wohl eher nicht :-)

Ralph Segert schrieb am 17.07.2009 um 15:28:

Um es deutlich auszusprechen, mir geht es nicht um die hierzulande so beliebten und kindischen Glaubenskriege um die richtige Software. Wenn ich Argumente aufliste, um *meine* favorisierten CMSe wie EE und CMS Made Simple hervorzuheben, dann heißt das noch lange nicht, dass ich alle anderen Systeme verteufle. Wer mit Drupa etc. glücklich ist, soll es sein, aber mir bitte mein Glück mit EE lassen.

@Tekl: Ok, “Insiderwissen” ist keine so glückliche Wortwahl. Nennen wir es Spezialistenwissen. Und solch ein Spezialistenwissen ist für EE auch bei komlexen Seiten einfach nicht nötig. Da gibt es nichts dran zu rütteln, das ist kein Fehler.

Etwas schräg ist das Argument, dass bei EE schnell Zusatzkosten aufkommen würden. Kostenpflichtig sind gerade einmal 2 Module, nämlich das Forum Modul und der “Multiple Site Manager”. Niemand wird aber abgehalten davon in eine EE-Site ein kostenfreies Forum Tool einzubinden. Ansonsten werden standardmäßig viele Module kostenfrei in der lizenzpflichtigen Basisversion von EE mitgeliefert. Man hat erst einmal genug zu tun, die alle sinnvoll einzusetzen ;-)

.(Javascript muss akziviert sein, um diese -MAil-Adresse zu sehen) schrieb am 17.07.2009 um 15:47:

CMS Made Simple find ich auch recht gut.

Ralph Segert schrieb am 20.07.2009 um 21:44:

Deine Site kenne ich, aber es sah so aus, als wäre sie stillgelegt, sonst hätte ich sie natürlich erwähnt. Schön, dass es weitergeht :)

pawel schrieb am 27.07.2009 um 11:01:

Keine Frage EE ist ressourcenschonend und (gefühlt) recht schnell. So schlimm, finde ich das Dashboard auch nicht..

Ein paar Einschränkungen gibt es aber schon:
Für vernünftige URLs braucht man schon ein bisschen “Insiderwissen”. Wer will denn schon index.php/site/irgendwas haben?

Es gibt keinen Dateimanager (als Standard). Wirklich ärgerlich ist der Workflow, wenn man z.B. TinyMCE installiert hat und dann nicht direkt Bilder hochladen kann.

Für die kostenlose Version benötigt man definitiv PHP-Kenntnisse (schon allein deswegen, um sich ein Kontaktformular zu basteln).

Eigene Plugins mögen zwar keine Geheimwissenschaft sein, schreiben sich aber z.B. in Redaxho, Sefrengo u.s.w. deutlich einfacher.

Ralph Segert schrieb am 27.07.2009 um 11:55:

Ohne Zweifel wird es keine eierlegende Wollmichsau unter den Content Mangement Systemen geben und auch ExpressionEngine darf gerne in einigen Dingen verbessert werden.

Was mich als Coder am meisten stört: Der Editor bleibt beim Abspeichern nicht an der Stelle, an der man grad arbeitet. Da hilft mir auch das Argument nicht weiter, dass ich meine doch recht langen CSS-Dateien splitten könnte. Aber das entspricht nicht meinem Arbeitsstil. Ich verbessere ständig das Layout, brauche für manche Anpassungen und neue Ideen machmal Hunderte von Layoutkontrollen im Browser, da wird es schnell ansprengend, wenn man immer wieder die Stelle suchen muss, an der man aufgehört hat, zu arbeiten. CMS Made Simple zeigt, dass es auch anders geht. Sicher, wer auf Layout wenig wert legt, wird damit keine Probleme haben. Viele auf CMSe gestützte Seiten sehen auch genauso aus.

Ich hoffe zudem, dass mit der Version 2.0 die Portierung eines konfigurierten Systems auf eine andere Maschine einfacher zu handhaben ist und dass komplette Layouts zu exportieren und zu importieren sind.

Stefan Nitzsche schrieb am 25.09.2009 um 13:55:

@Ralph: Vielleicht wäre das was für Dich?

Saving Templates to Text Files: http://expressionengine.com/docs/templates/flat_file_templates.html

Ralph Segert schrieb am 25.09.2009 um 14:17:

Danke fuer den Tipp, kannte ich schon. Ist aber auch nicht besonders komfortabel, denn wirklich schnell importieren lassen sich die Textfiles nicht. Wir hoffen auf Besserung in der Version 2.0 von EE, die - so Gott will - tatsächlich noch in diesem Jahr herauskommt.

Frank schrieb am 05.12.2009 um 13:44:

Wieso denn importieren? Ich arbeite mit Coda, speichere die Templates etc. direkt ab und EE zeigt im Frontend die Änderungen gleich an?!

Da muss doch nichts im- und exportiert werden?

Bernhard von AN24 schrieb am 30.06.2010 um 10:03:

Das hört sich viel versprechend an. Meine Firma für die ich hauptberuflich arbeite hat da lieber ein CMS eingeführt, dass dann von einer anderen Firma aufgekauft wurde und nicht mehr gewartet wird. Von den oben beschriebenen Features sind wir leider weit entfernt…

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