Das Weblog von segert.net

Video-Anleitungen und Servicetexte für Kunden und Interessierte, die Content Management Systeme wie CMS Made Simple und ExpressionEngine kennenlernen und einsetzen möchten. Weitere Themen: WordPress, CSS, Webstandards, Web 2.0.

Android und Galaxy S2: Ein kongeniales UI-Paar

13.09.2011     Kommentare: 0

Das Betriebssytem Android und das Smartphone Galaxy S 2 sind ein kongeniales Paar, vereint in drei Hardware- und zwei Sensortasten. Fünf Tasten an einem modernen Smartphone scheinen zuviel zu sein, aber in der Praxis zeigt sich, dass das dem Benutzer zugute kommt.

Galaxy-Tasten

Hinter den Hardware-Tasten verbergen sich Kontextmenüs. Die erscheinen, wenn die Tasten um die zwei Sekunden gedrückt werden. Die Home-Taste offenbart dann ein Menü, das einen direkten Zugriff auf die Anwendungen erlaubt, die zuletzt geöffnet waren oder noch aktiv sind. So wird ein schnelles App-Springen möglich.

Klugerweise wurde in das Dialogfeld der Button Task-Manager eingebunden. Der ermöglicht einen Zugriff auf die Anwendungen, die gerade aktiv sind. So behalte ich den Überblick über laufende Apps und kann diese einzeln oder allesamt beenden.

Kontexmenü

Der Task Manager kann noch mehr. Er listet die vom Benutzer installierten Apps. Neben diesen Apps ist userfreundlich ein Button platziert, auf dem Deinstallieren steht. Eine neu installierte App kann also schneller de- als installiert werden, denn oft genug enttäuschen kostenlose Apps.  Nicht umsonst gibt es sie wie Sand am Meer. Die Entwickler haben vorausgedacht und der schnellen Entsorgung keine Steine in den Weg gelegt.

Ein weiteres Kontextmenü verbirgt sich hinter der Ein- und Ausschalttaste. Hier stelle ich das Gerät auf Stumm und unterbinde dauerhaft die Verbindung ins Internet, ich deaktiviere den Datennetzmodus. Ich kann das Gerät auch in den Offline-Modus schalten oder gleich das Betriebssytem herunterfahren.

Telefonoptionen

Ein Geniestreich ist die Info- und Statuszeile am oberen Rand des Touch-Screens. Dort lese ich die Uhrzeit und den Akkustand, die Qualität der Netzverbindung und die eingeschalteten Netzwerk- und Funkverbindungen ab. Soweit ist das nichts besonderes. Erscheint dort aber die erste Kurzmeldung, ahnt der Benutzer Gutes. Denn die kleine Zeile läßt sich mit einer Fingerbewegung herunterziehen, um WLAN, Bluetooth, GPS, den Ton und die automatische Ausrichtung zu (de-)aktivieren.

Das faulste Tier ist der User und das kleinste Hindernis macht ihn unwillig. Aber mit diesem pfiffigen Pulldownmenü wird er stets daran erinnert, den Akku zu schonen und die Dauerstrahlung zu verringern. Er muss dazu nicht mehr in lästigen Untermenüs suchen oder das Smartphone ausschalten. 

Damit ist der Nutzen der Infozeile noch nicht erschöpft. In gebotener Kürze informiert sie mich über die letzten Aktivitäten des Geräts, welche Apps neu installiert oder aktualisiert wurden und wer wann angerufen hat. Zudem legen Apps von Drittanbietern Meldungen ab, die der Bedienung nützlich sind. Oder auch nicht.

Infozeile im Zeitalter von Android

Es hat Vorteile, die verschiedenen Funkdienste zu kontrollieren. Ich kann WLAN nutzen, ohne das Telefon auf Bereitschaft zu haben. Vieles geht auch ganz ohne Strahlung, wie schreiben, Musik hören und in der Galerie stöbern. So arbeite ich mit weniger Elektrosmog und schone den Akku.

Schnell sind die beiden Sensortasten links und rechts neben der Home-Taste entdeckt. Samsung nennt sie Touch-Keys. Der linke Key führt zu einem Hauptmenü. Das ist abhängig davon, welche App aktiv auf dem Display ist. Für den Anwender ist das praktisch. Er weiss immer, wo das Hauptmenü ist.  Das zeigt, dass Einfach neben schön auch nützlich ist.

Die verborgenen Menüs übrigens, die sind in nahezu jeder App zu erreichen.  So zeigt die Liste der Kontakte einen Platzhalter für ein Bild und daneben den Namen des Kontakts. Drücke ich in mit dem Finger etwas länger auf das Bild, erscheint eine Leiste mit Icons. Die ermöglicht eine schnelle Wahl der Kontaktaufnahme zwischen Anruf und SMS. Drücke ich länger auf den Namen, erscheint eine Reihe von Befehlen, die eine Bearbeitung des Kontakts ermöglichen. 

Es gibt kein Suchen mehr in Menüs und stilsichere Icons helfen bei der Orientierung. Die gute Lesbarkeit der Schrift und übersichtliche Layouts tun das ihre dazu bei, dass Usability und Gestaltung ein schönes Paar sind.

125 WordPress-Templates für ein Redesign mit validen Tricks und zahlreichen Grafiken

19.08.2010     Kommentare: 0

Was geschieht, wenn eine Agentur für “Integriertes Kommunikationsdesign” einen Website-Entwurf macht, ich diesen dann webgerecht umsetzen darf, um danach alles auf WordPress zum Laufen zu bringen? Man arbeitet länger als erwartet und darf sich ausgiebig üben in problemlösendes Denken. ;-) Gemeint ist hier das bereits zweite Redesign unseres Kunden Brinkmann_Dewert. Mein erstes Redesign war mittlerweile fast 7 Jahre alt und es bestand das Bedürfnis nach etwas ganz Neuem.

Zuerst habe ich den Layout-Entwurf webkompatibel gemacht. Er brauchte eine dauerhafte Hauptnavigation und einen Footer, die im ursprünglichen Entwurf nicht vorgesehen waren. Zudem galt es, den Entwurf schmaler anzulegen, damit er unter 1024 Pixeln ohne horizontales Scrollen sichtbar sei. Dazu musste ich das Layoutraster durchschauen und die Elemente und Abstände neu berechnen. Eine halbe Seite Additionen von Kästen, Buttons und Abständen standen da als Selbstbriefing geschrieben, bevor ich auch nur eine Klasse CSS schrieb. ;-) .

Die zweite Herausforderung: In den Buttons und Kästen sollte die neue Schrift des Logos erscheinen. So musste ich also einen Großteil der zahlreichen Layoutelemente als Grafiken anlegen. So entstanden fast 200 Grafiken allein für das Layout - die über 40 Fotos, die ich teilweise recherchiert und ausgewählt habe, nicht mitgezählt (die Portraits und Fotos auf der Startseite hat ein echter Profi gemacht). CSS-technisch galt es, diese Grafik-Armada geschickt in den Hintergrund zu verbannen und gleichzeitig möglichst viel Editierbares in WordPress zu belassen. Deutlich macht das die Seite der Mitarbeiter. Dort kann der WP-Admin die in Hover-Bereichen liegenden Daten der Mitarbeiter ändern, ohne ins Template zu müssen, das gleiche gilt für die fachbezogenen Team-Seiten, die übrigens eine nützliche Navigationsidee aus dem Büro Rempen zeigen.

Wie man sich beim Durchklicken der Site wird denken können, gab es einige CSS-Lösungen zu finden, die auch noch vom IE 6 verstanden werden sollten. So sollte sich zum Beispiel die Box mit den Home- und Zurück-Buttons nicht nur unabhängig von den eingepflegten Inhalten der Seite immer schön rechts unten anordnen (gut zu sehen auf der Seite Fachgebiete),  sondern auch vertikal und bündig mitwachsen auf Seiten, die längere Texte haben. Das ging nicht ohne valide Tricks und einigen Conditional Comments, aber - wie alles im Layout - ohne Javascript.

Desweiteren war bei der WordPress-Integration darauf zu achten, die weit über 2500 rechtsrelevanten Artikel, die das fleissige Anwaltsteam seit 2003 gepostet hat, mit ins neue Layout zu übernehmen oder andersherum, die Layoutvorlage behutsam und stimmig zu erweitern und unter Aktuelles erreich- und navigierbar zu machen. Webdesigner, die alltäglich mit WordPress zu tun haben, werden sicher eine Ahnung davon bekommen, welche Aufgabe es im Hinblick auf die unterschiedlichen Contentbereiche war, das Search-Template in den Griff zu bekommen. :-)

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlichst bei Heinz Klein bedanken, der sich für mich und segert.net stark gemacht hat bei der Vergabe des Auftrags. Zudem hat er mich bei der Arbeit mit zahlreichen Anregungen begleitet und fleissig und erfolgreich den Großteil der Inhalte eingeflegt.

ExpressionEngine 2.0 Public Beta

03.12.2009     Kommentare: 0

Wie meldete heute das Blog von ExpressionEngine erfreut: ExpressionEngine 2.0 Public Beta, Now Live! Und alle ExpressionEngine-Fans freuen sich mit, denn dieser Versionssprung des genialen Content Management Systems wurde lange und sehnsüchtig erwartet und genauso lange angekündigt. Nun können sich alle Interessierten an einer Public Beta des CMS, die 30 Tage freigeschaltet bleibt, versuchen. Die zahlreichen Neuerungen fasst die folgende Site zusammen: Welcome to the ExpressionEngine 2.0 Public Beta Program!.

Vorschläge für eine optimierte Tag-Cloud

20.08.2009     Kommentare: 1

Letztens fragte mich ein Kunde nach dem Sinn einer Tag-Cloud, dieser Anhäufung von großen und kleinen Schlagwörtern. Der Sinn besteht darin, Besuchern und Suchmaschinen ein weiteres Angebot der sinnvollen Strukturierung und Erschliessung von Inhalten zu machen. Vor allem im Hinblick auf Google habe ich gute Erfahrungen mit Tag-Clouds gemacht. Manche Schlagwort-Seiten sind im Google-Index weit vorne gelistet und erben nicht selten einen guten Pagerank. Mittlerweile empfehle ich ein individuelles Tagging für inhaltsstarke und um Aktualität bemühte Websites, die nicht als Blog konzipiert sind.

Eine optimierte Tag-Cloud setzt ein paar Gedanken zur “hohen Kunst der Verschlagwortung” voraus. Ziel des Taggings ist eine besucher- und suchmaschinenfreundliche Schlagwortwahl. Der Kern ist eine logische und inhaltlich relevante Auswahl der Stichworte.

Überlegungen zur Semantik und Themenrelevanz der Schlagworte stehen an erster Stelle. Unter welchen Schlagwörtern möchte ich gefunden werden? Biete ich ausreichenden Content unter diesen Schlagwörtern? Über welche Themen und Fachthemen werde ich also häufiger schreiben als zwei- bis dreimal und werde ich sie ausführlich genug behandeln? 

Es geht um die Vermeidung von überbordenden Schlagwortwolken. Nicht-explizite Stichwörter fallen durch ihre Beliebigkeit und geringe Relevanz auf. Wenn mein Themenspektrum nur beiläufig und ein einziges Mal das Thema Musik anspricht, verzichte ich darauf, Musik als Schlagwort einzutragen. Das Stichwort Urlaub macht wenig Sinn, wenn ich in einer persönlichen Note auf meinen kommenden Urlaub hinweise. Download als Schlagwort ist so gut wie überflüssig, wenn ich nur ein PDF anbiete. Ich könnte dann auch PDF und Acrobat Reader als Schlagwörter anlegen.

Schlagwörter lassen sich schnell und viele anlegen, man findet immer welche, die passend erscheinen. Da hilft nur eines gegen: Spare Schlagwörter, wo es geht. Ein Beitrag sollte nicht mit mehr als drei bis fünf Begriffen getaggt werden, wenn überhaupt. Auch wenn ich weiter unten über das Aussehen von Schlagwortwolken im Layout schreibe, werde ich diesen Artikel nicht mit dem Begriff Webdesign taggen. ;)

Die Kunst ist es, die Waage zwischen allgemeinen und sehr spezifischen Begriffen zu halten. Bewerbe ich häufig Video-Anleitungen, so kann Video-Anleitung oder Screencast als Hauptschlagwort verwendet werden. Das zweite Schlagwort könnte der Name der Software sein, die in mehreren Videos erklärt wird. Ein drittes Schlagwort wiese auf eine spezielle Software-Thematik hin, die häufiger vorkäme. 

Der letzte Absatz deutet es an: Eine Methode zu einer optimierten Tag-Cloud ist der wohlüberlegte Weg vom hohen zum niedrigen Abstraktionsniveau, vom Allgemeinen zum Konkreten. Beispiele: Film – Nouvelle Vague – Truffaut. Oder: Software – Photoshop – Ebenenmasken. Oder auch: Leben – Genuß – Rezepte. Desweiteren: Wissen – Natur – Garten – Kräuter.

Andere Beispiele widersetzen sich dem Weg vom Abstrakten zum Konkreten, wenn die Hauptthemen einer Website konkreter sind als die Unterthemen: Ruhrgebiet – Bochum – Kultur oder iPod Touch – Spiele oder: Bienen – Klimawandel.

Der Einsatz von Doppelungen füttert Suchmaschinen mit Alternativen: Wenn es zwei gleichwertige Begriffe im deutschen und englischen gibt, könnten beide als Schlagwort verwendet werden, falls sie im Sprachgebrauch eine ähnliche Verbreitung haben. Beispiele sind Video-Anleitung und Screencast, Programm und Application. Das gleiche gilt für Abkürzungen, deren Ausschreibung ebenso häufig wie die Abkürzung benutzt wird, z.B. CMS und Content Managment System.

Optimierte Tag-Clouds entstehen nicht von heute auf morgen. Ich lasse ihnen Zeit zum Wachsen. Es kommt vor, dass bestimmte Begriffe einsam vor sich hindümpeln, weil sie meine Themen nicht mehr treffen. Ich stelle dann die Beiträge kurzerhand unter einem passenderen Schlagwort oder unter ein bereits vorhandenes ab. Konzentration und Straffung einer Schlagwortwolke ist schlicht benutzerfreundlicher als ausufernde Beliebigkeit, die mehr Themen vortäuscht, als vorhanden sind.

Beitreiber kommerzieller Websites sollten sich bei der Verschlagwortung gut überlegen, ob und welche Marken- und Produktnamen sie als Schlagwort einsetzen wollen und sich rechtlich beraten lassen.

Tag-Clouds müssen nicht wie Fremdkörper im Layout aussehen. Oftmals bestaune ich in Sidebars einen wüsten Haufen Wörter, der jedes Layout verhässlicht. Damit die Schlagwortwolken zumindest nicht den Zeilenabstand zerschiessen, empfiehlt sich eine massvolle Wahl zwischen der kleinsten und größten Wortgröße. Kleinere Tag-Clouds könnten ohne die nie erreichte Wolkenanmutung als Liste angelegt werden, Wort für Wort untereinander. Ich bevorzuge, wenn es das Layout zuläßt, eine dezent auftretende, zentrierte Tag-Cloud im Footer. Das widerspricht zwar Usability-Tests, die festgestellt haben wollen, dass Tag-Clouds im oberen Bereich der Seite (links bitte ;-) am häufigsten wahrgenommen würden. Ich gehe aber davon aus, dass sie im Alltag häufig ignoriert und übersehen werden, gerade auch wegen des häufigen Auftretens auf zahlreichen Websites. Wer sich aber wirklich für die Schlagwortwolke interessiert, wird sie auch an weniger exponierter Stelle im Layout finden und studieren.

Bleibt zuguterletzt die Frage, mit welchen Schlagwörtern ich diesen Beitrag hier verlinken möchte. Einerseits wäre Tag-Cloud relevant, andererseits weiss ich nicht, ob ich über das Thema noch etwas schreiben werde.  Aber ich kann es ja trotzdem vorläufig auf die Probe stellen.  Und da das Thema Tag-Cloud im Kern als SEO-Thema durchgeht, wäre Suchmaschinenoptimierung auch keine schlechte Wahl.  Meine Wahl nun:  Tagging – Suchmaschinenoptimierung – Tag-Cloud. Gut so?

Weiterführende Links:

 

ExpressionEngine: Argumente für Entscheider

15.07.2009     Kommentare: 16

Der folgende Text spricht Entscheider an, die ein großes oder mehrere Webprojekte mit einem äusserst flexiblen, sehr sicherem und zugleich preisgünstigen Content Management System (in der Folge CMS) verwalten und pflegen wollen. Dazu möchte ich allgemeinverständlich und ohne technisches Kauderwelsch die Vorteile der Software ExpressionEngine auf den Punkt bringen.

Für die kostenpflichtigen Vollversionen von ExpressioEngine gibt es 2 Lizenzen. Die Lizenz für nicht-kommerzielle Sites kostet 149,95 Dollar, die Lizenz für kommerzielle Projekte beträgt 299,95 Dollar. Die Lizenzen sind zeitlich unbegrenzt gültig und berechtigen zudem ein Jahr lang zu kostenfreien Updates. Eine Verlängerung der Update-Option kosten 49 Dollar im Jahr. Ein Vergleich der Lizenzen zeigt die Seite Pricing. Weiterführende Links:

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