Das Weblog von segert.net

Video-Anleitungen und Servicetexte für Kunden und Interessierte, die Content Management Systeme wie CMS Made Simple und ExpressionEngine kennenlernen und einsetzen möchten. Weitere Themen: WordPress, CSS, Webstandards, Web 2.0.

125 WordPress-Templates für ein Redesign mit validen Tricks und zahlreichen Grafiken

19.08.2010   Tags:             Kommentare: 0

Was geschieht, wenn eine Agentur für “Integriertes Kommunikationsdesign” einen Website-Entwurf macht, ich diesen dann webgerecht umsetzen darf, um danach alles auf WordPress zum Laufen zu bringen? Man arbeitet länger als erwartet und darf sich ausgiebig üben in problemlösendes Denken. ;-) Gemeint ist hier das bereits zweite Redesign unseres Kunden Brinkmann_Dewert. Mein erstes Redesign war mittlerweile fast 7 Jahre alt und es bestand das Bedürfnis nach etwas ganz Neuem.

Zuerst habe ich den Layout-Entwurf webkompatibel gemacht. Er brauchte eine dauerhafte Hauptnavigation und einen Footer, die im ursprünglichen Entwurf nicht vorgesehen waren. Zudem galt es, den Entwurf schmaler anzulegen, damit er unter 1024 Pixeln ohne horizontales Scrollen sichtbar sei. Dazu musste ich das Layoutraster durchschauen und die Elemente und Abstände neu berechnen. Eine halbe Seite Additionen von Kästen, Buttons und Abständen standen da als Selbstbriefing geschrieben, bevor ich auch nur eine Klasse CSS schrieb. ;-) .

Die zweite Herausforderung: In den Buttons und Kästen sollte die neue Schrift des Logos erscheinen. So musste ich also einen Großteil der zahlreichen Layoutelemente als Grafiken anlegen. So entstanden fast 200 Grafiken allein für das Layout - die über 40 Fotos, die ich teilweise recherchiert und ausgewählt habe, nicht mitgezählt (die Portraits und Fotos auf der Startseite hat ein echter Profi gemacht). CSS-technisch galt es, diese Grafik-Armada geschickt in den Hintergrund zu verbannen und gleichzeitig möglichst viel Editierbares in WordPress zu belassen. Deutlich macht das die Seite der Mitarbeiter. Dort kann der WP-Admin die in Hover-Bereichen liegenden Daten der Mitarbeiter ändern, ohne ins Template zu müssen, das gleiche gilt für die fachbezogenen Team-Seiten, die übrigens eine sehr schöne und zugleich nützliche Navigationsidee aus dem Büro Rempen zeigen.

Wie man sich beim Durchklicken der Site wird denken können, gab es einige CSS-Lösungen zu finden, die auch noch vom IE 6 verstanden werden sollten. So sollte sich zum Beispiel die Box mit den Home- und Zurück-Buttons nicht nur unabhängig von den eingepflegten Inhalten der Seite immer schön rechts unten anordnen (gut zu sehen auf der Seite Fachgebiete),  sondern auch vertikal und bündig mitwachsen auf Seiten, die längere Texte haben. Das ging nicht ohne valide Tricks und einigen Conditional Comments, aber - wie alles im Layout - ohne Javascript.

Desweiteren war bei der WordPress-Integration darauf zu achten, die weit über 2500 rechtsrelevanten Artikel, die das fleissige Anwaltsteam seit 2003 gepostet hat, mit ins neue Layout zu übernehmen oder andersherum, die Layoutvorlage behutsam und stimmig zu erweitern und unter Aktuelles erreich- und navigierbar zu machen. Webdesigner, die alltäglich mit WordPress zu tun haben, werden sicher eine Ahnung davon bekommen, welche Aufgabe es im Hinblick auf die unterschiedlichen Contentbereiche war, das Search-Template in den Griff zu bekommen. :-)

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlichst bei Heinz Klein bedanken, der sich für mich und segert.net stark gemacht hat bei der Vergabe des Auftrags. Zudem hat er mich bei der Arbeit mit zahlreichen Anregungen begleitet und fleissig und erfolgreich den Großteil der Inhalte eingeflegt. 

ExpressionEngine 2.0 Public Beta

03.12.2009   Tags:         Kommentare: 0

Wie meldete heute das Blog von ExpressionEngine erfreut: ExpressionEngine 2.0 Public Beta, Now Live! Und alle ExpressionEngine-Fans freuen sich mit, denn dieser Versionssprung des genialen Content Management Systems wurde lange und sehnsüchtig erwartet und genauso lange angekündigt. Nun können sich alle Interessierten an einer Public Beta des CMS, die 30 Tage freigeschaltet bleibt, versuchen. Die zahlreichen Neuerungen fasst die folgende Site zusammen: Welcome to the ExpressionEngine 2.0 Public Beta Program!.

Vorschläge für eine optimierte Tag-Cloud

20.08.2009   Tags:         Kommentare: 1

Letztens fragte mich ein Kunde nach dem Sinn einer Tag-Cloud, dieser Anhäufung von großen und kleinen Schlagwörtern. Der Sinn besteht darin, Besuchern und Suchmaschinen ein weiteres Angebot der sinnvollen Strukturierung und Erschliessung von Inhalten zu machen. Vor allem im Hinblick auf Google habe ich gute Erfahrungen mit Tag-Clouds gemacht. Manche Schlagwort-Seiten sind im Google-Index weit vorne gelistet und erben nicht selten einen guten Pagerank. Mittlerweile empfehle ich ein individuelles Tagging für inhaltsstarke und um Aktualität bemühte Websites, die nicht als Blog konzipiert sind.

Eine optimierte Tag-Cloud setzt ein paar Gedanken zur “hohen Kunst der Verschlagwortung” voraus. Ziel des Taggings ist eine besucher- und suchmaschinenfreundliche Schlagwortwahl. Der Kern ist eine logische und inhaltlich relevante Auswahl der Stichworte.

Überlegungen zur Semantik und Themenrelevanz der Schlagworte stehen an erster Stelle. Unter welchen Schlagwörtern möchte ich gefunden werden? Biete ich ausreichenden Content unter diesen Schlagwörtern? Über welche Themen und Fachthemen werde ich also häufiger schreiben als zwei- bis dreimal und werde ich sie ausführlich genug behandeln? 

Es geht um die Vermeidung von überbordenden Schlagwortwolken. Nicht-explizite Stichwörter fallen durch ihre Beliebigkeit und geringe Relevanz auf. Wenn mein Themenspektrum nur beiläufig und ein einziges Mal das Thema Musik anspricht, verzichte ich darauf, Musik als Schlagwort einzutragen. Das Stichwort Urlaub macht wenig Sinn, wenn ich in einer persönlichen Note auf meinen kommenden Urlaub hinweise. Download als Schlagwort ist so gut wie überflüssig, wenn ich nur ein PDF anbiete. Ich könnte dann auch PDF und Acrobat Reader als Schlagwörter anlegen.

Schlagwörter lassen sich schnell und viele anlegen, man findet immer welche, die passend erscheinen. Da hilft nur eines gegen: Spare Schlagwörter, wo es geht. Ein Beitrag sollte nicht mit mehr als drei bis fünf Begriffen getaggt werden, wenn überhaupt. Auch wenn ich weiter unten über das Aussehen von Schlagwortwolken im Layout schreibe, werde ich diesen Artikel nicht mit dem Begriff Webdesign taggen. ;)

Die Kunst ist es, die Waage zwischen allgemeinen und sehr spezifischen Begriffen zu halten. Bewerbe ich häufig Video-Anleitungen, so kann Video-Anleitung oder Screencast als Hauptschlagwort verwendet werden. Das zweite Schlagwort könnte der Name der Software sein, die in mehreren Videos erklärt wird. Ein drittes Schlagwort wiese auf eine spezielle Software-Thematik hin, die häufiger vorkäme. 

Der letzte Absatz deutet es an: Eine Methode zu einer optimierten Tag-Cloud ist der wohlüberlegte Weg vom hohen zum niedrigen Abstraktionsniveau, vom Allgemeinen zum Konkreten. Beispiele: Film – Nouvelle Vague – Truffaut. Oder: Software – Photoshop – Ebenenmasken. Oder auch: Leben – Genuß – Rezepte. Desweiteren: Wissen – Natur – Garten – Kräuter.

Andere Beispiele widersetzen sich dem Weg vom Abstrakten zum Konkreten, wenn die Hauptthemen einer Website konkreter sind als die Unterthemen: Ruhrgebiet – Bochum – Kultur oder iPod Touch – Spiele oder: Bienen – Klimawandel.

Der Einsatz von Doppelungen füttert Suchmaschinen mit Alternativen: Wenn es zwei gleichwertige Begriffe im deutschen und englischen gibt, könnten beide als Schlagwort verwendet werden, falls sie im Sprachgebrauch eine ähnliche Verbreitung haben. Beispiele sind Video-Anleitung und Screencast, Programm und Application. Das gleiche gilt für Abkürzungen, deren Ausschreibung ebenso häufig wie die Abkürzung benutzt wird, z.B. CMS und Content Managment System.

Optimierte Tag-Clouds entstehen nicht von heute auf morgen. Ich lasse ihnen Zeit zum Wachsen. Es kommt vor, dass bestimmte Begriffe einsam vor sich hindümpeln, weil sie meine Themen nicht mehr treffen. Ich stelle dann die Beiträge kurzerhand unter einem passenderen Schlagwort oder unter ein bereits vorhandenes ab. Konzentration und Straffung einer Schlagwortwolke ist schlicht benutzerfreundlicher als ausufernde Beliebigkeit, die mehr Themen vortäuscht, als vorhanden sind.

Beitreiber kommerzieller Websites sollten sich bei der Verschlagwortung gut überlegen, ob und welche Marken- und Produktnamen sie als Schlagwort einsetzen wollen und sich rechtlich beraten lassen.

Tag-Clouds müssen nicht wie Fremdkörper im Layout aussehen. Oftmals bestaune ich in Sidebars einen wüsten Haufen Wörter, der jedes Layout verhässlicht. Damit die Schlagwortwolken zumindest nicht den Zeilenabstand zerschiessen, empfiehlt sich eine massvolle Wahl zwischen der kleinsten und größten Wortgröße. Kleinere Tag-Clouds könnten ohne die nie erreichte Wolkenanmutung als Liste angelegt werden, Wort für Wort untereinander. Ich bevorzuge, wenn es das Layout zuläßt, eine dezent auftretende, zentrierte Tag-Cloud im Footer. Das widerspricht zwar Usability-Tests, die festgestellt haben wollen, dass Tag-Clouds im oberen Bereich der Seite (links bitte ;-) am häufigsten wahrgenommen würden. Ich gehe aber davon aus, dass sie im Alltag häufig ignoriert und übersehen werden, gerade auch wegen des häufigen Auftretens auf zahlreichen Websites. Wer sich aber wirklich für die Schlagwortwolke interessiert, wird sie auch an weniger exponierter Stelle im Layout finden und studieren.

Bleibt zuguterletzt die Frage, mit welchen Schlagwörtern ich diesen Beitrag hier verlinken möchte. Einerseits wäre Tag-Cloud relevant, andererseits weiss ich nicht, ob ich über das Thema noch etwas schreiben werde.  Aber ich kann es ja trotzdem vorläufig auf die Probe stellen.  Und da das Thema Tag-Cloud im Kern als SEO-Thema durchgeht, wäre Suchmaschinenoptimierung auch keine schlechte Wahl.  Meine Wahl nun:  Tagging – Suchmaschinenoptimierung – Tag-Cloud. Gut so?

Weiterführende Links:

ExpressionEngine: Argumente für Entscheider

15.07.2009   Tags:         Kommentare: 16

Der folgende Text spricht Entscheider an, die ein großes oder mehrere Webprojekte mit einem äusserst flexiblen, sehr sicherem und zugleich preisgünstigen Content Management System (in der Folge CMS) verwalten und pflegen wollen. Dazu möchte ich allgemeinverständlich und ohne technisches Kauderwelsch die Vorteile der Software ExpressionEngine auf den Punkt bringen.

Für die kostenpflichtigen Vollversionen von ExpressioEngine gibt es 2 Lizenzen. Die Lizenz für nicht-kommerzielle Sites kostet 99,95 Dollar, die Lizenz für kommerzielle Projekte beträgt 249,95 Dollar. Die Lizenzen sind zeitlich unbegrenzt gültig und berechtigen ein Jahr lang zu kostenfreien Updates. Eine Verlängerung der Update-Option kosten 39 Dollar im Jahr. Ein Vergleich der Lizenzen zeigt die Seite Pricing. Weiterführende Links:

Das Modul Bilder-Galerie in ExpressionEngine

20.06.2009   Tags:         Kommentare: 0

In den lizenzpflichtigen Versionen von ExpressionEngine ist ein Modul namens “Bilder-Galerie” enthalten. Das kann als vollwertiges Photoblog oder für Bilderarchive jeder Art eingesetzt werden. Ich habe es als Unterprojekt für unser ServiceBlog im Einsatz, um ausgewählte Serien von S/W-Fotos zu zeigen.

Menschen mit vielen Fotos werden sich über die Stapelverarbeitung freuen. Man lege seine Bilder nummeriert in ein - in den Einstellungen angegebenen - Verzeichnis. Zuvor bestimmt man Breite und Höhe der zu generierenden Thumbnails und bei Bedarf auch die Maße für mittelgroße Bilder. Danach startet man im Bereich “Stapel-Einträge” die Verarbeitung. Dabei wird jedes Bild in der Reihenfolge der Nummerierung (im Dateinamen einfach 01, 02 usw. eingeben) angezeigt, um den Titel anzupassen, eine Bildlegende zu formulieren oder zuvor selbstdefinierte Felder auszufüllen. So lassen sich in sehr kurzer Zeit komfortabel zahlreiche Fotoserien veröffentlichen.

Für unbedarfte User, die ihre Fotos direkt von der Digitalkamera auf den Server laden – Serverspace gibt es ja heutzutage nicht zu knapp, bietet das Modul “Bilder-Galerie” eine Bildbearbeitung namens “Toolbox”. Damit können große Fotos kleiner skaliert und sogar unter verschiedenen Seitenverhältnissen beschnitten werden. Auch Drehen lassen sich die Bilder nachträglich, falls welche auf dem Kopf stünden. ;) Zuguterletzt gibt man den Grad der Komprimierung an, um die Dateigröße zu variieren und schickt das Bild durch die Toolbox. Sie arbeitet, ohne zu murren. Es können wahlweise bereits veröffentlichte Bilder und die, die im Verzeichnis für die Stapelverabreitung liegen, bearbeitet werden.

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Das mächtige Modul erlaubt indessen nicht nur die Verwaltung von zahlreichen Serien innerhalb einer Bildergalerie (Serien werden über Kategorien angelegt und verwaltet), die mit Hilfe der Templateverwaltung frei gestaltet werden kann. Es können auch mehrere Bildergalerien erstellt werden, so als würde man mehrere Weblogs betreiben. Das hat den Vorteil, dass man die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten für neue Galerien individuell anpassen kann. Sei es, um eine andere URL zu benutzen und kleinere Vorschaubilder zu definieren, sei es, um zusätzliche Felder zu bestimmen (z.B. für Tags oder SEO-Anforderungen) oder um ein komplett anderes Layout einzusetzen.

Für Fotoblogger ist zudem die Kommentarfunktion interessant, die auch abgestellt und mit Spamschutz via Captcha eingesetzt werden kann. Auch navigationstechnisch läßt das Modul kaum Wünsche offen. Die Fotoserien können auf einer Startseite mit Kurzbeschreibung und Anzahl der Bilder und Besucher gelistet werden. Für die Startseiten der Serien können die Anzahl der Reihen und Spalten für die Thumbnails frei gewählt werden. Zudem werden auf Wunsch die Thumbnails einer großen Bilderserie auf mehrere Seiten verteilt. In der Großansicht ist die Navigation von Bild zu Bild durch Vor- und Zurück-Links oder durch einen Klick auf das Bild möglich. Für eine verschacheltete Anordnung von Serien mit Unterserien steht eine Brotkrumennavigation zur Verfügung, auch können die Serien über ein Drop Down Menü direkt aufgerufen werden.

Fazit: Ein klasse Modul ganz im Stil der hohen Flexiblilität, die ExpressionEngine auszeichnet. Als ambitionierter Privatblogger mit Fotobergen, die sehnsüchtig auf die Präsentation in einer Webgalerie warten ;), lohnt sich eine Investition von 99 Dollar für die Lizenz “Personal” durchaus. Für Firmen wäre die “Bilder-Galerie” eine ernstzunehmende Option für den Aufbau eines Katalogs innerhalb eines hochflexiblen Content Management Systems.


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